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Künstliche Intelligenz - Mehr als 18.000 Exemplare in einer Woche: Verkäufe eines Buches, dessen Autor beschuldigt wird, es mithilfe von KI geschrieben zu haben, schießen in Frankreich in die Höhe
Autor Thélyson Orélien muss sich schwere Vorwürfe gefallen lassen. (Bildquelle: Reprodução_Instagram)
Ein gefeierter Debütroman, tausende verkaufte Exemplare und eine Nominierung für den renommierten Prix Goncourt: Für den haitianisch-kanadischen Schriftsteller Thélyson Orélien lief zunächst alles nach Plan. Dann wurde ihm vorgeworfen, seinen Roman fast vollständig mit künstlicher Intelligenz geschrieben zu haben.
Im Mittelpunkt steht sein Roman »C’était ça ou mourir« (»Es war das oder sterben«). Das Buch erzählt die Geschichte eines haitianischen Migranten, der über mehrere Länder nach Kanada flieht. Der Roman wurde von Kritikern gelobt und gewann unter anderem den französischen Literaturpreis Prix du Roman Fnac. Auch für den Prix Goncourt, einen der wichtigsten französischsprachigen Literaturpreise, stand das Buch auf der Longlist (via Reuters).
Am 21. September änderte sich die Situation. Ein zunächst anonymes Konto auf X mit dem Namen »Balance ton Claude« behauptete, Oréliens Roman sei nahezu vollständig mit KI geschrieben worden. Als Grundlage verwies das Konto auf Analysen des KI-Textdetektors Pangram.
Nach den Vorwürfen scheinen die Verkaufszahlen des Buches sogar zu steigen.
Pangram untersucht Texte anhand statistischer Merkmale und versucht einzuschätzen, ob sie von einer KI erzeugt wurden. Der Anbieter selbst gibt an, KI-Texte mit hoher Genauigkeit erkennen zu können.
Im Fall von »C’était ça ou mourir« fiel das Ergebnis besonders deutlich aus. Dabei hat das System eine Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent dafür ausgegeben, dass KI bei der Entstehung des Textes verwendet worden sei.
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