// EUROGAMER.DE — GAMING
Elta: Defy All Gods hat mich völlig überrascht – diese Demo solltet ihr nicht verpassen
Metroid Prime trifft Darksiders, dazu knackiger Nahkampf und überraschend gutes Platforming: Nach der Demo wollte ich vor allem eines – weiterspielen.
Ich war echt traurig, als die Demo von Elta: Defy All Gods vorbei war. Nicht existenziell traurig natürlich. Ich saß nicht schluchzend vor dem Fernseher und fragte mich, warum das Universum ausgerechnet mir so etwas antut. Aber doch traurig genug, um sofort nachzusehen, wann das fertige Spiel erscheint: am 2. Februar 2027. Vier laaaaaange Monate also. Eigentlich lächerlich, sich darüber zu beschweren. Ich spiele gerade das geniale Gears of War: E-Day, stecke mitten in meinem zweiten Durchgang von Control Resonant, Ace Combat 8 sowie das neue Fire Emblem sind bereits installiert und GTA 6 erscheint schon in wenigen Wochen. Mein Spielekalender ist also nicht gerade leer. Trotzdem wurmt es mich, dass ich nicht sofort weiterspielen kann.
Ihr hattet Elta: Defy All Gods überhaupt nicht auf dem Schirm? Willkommen im Club. Ich wurde erst darauf aufmerksam, als Chefredakteur Martin mich bat, mir das Spiel einmal genauer anzusehen. Und was soll ich sagen: Innerhalb einer Stunde ist Elta bei mir von „Nie davon gehört“ zu „Das könnte einer der Überraschungshits 2027 werden“ aufgestiegen.
Afterburner Studios mischt hier drei Dinge, die bei mir ohnehin offene Türen einrennen: eine Spielwelt, die ähnlich wie in Metroid Prime ständig meinen Entdeckerdrang kitzelt, die Mischung aus Kämpfen, Platforming und Rätseln des ersten Darksiders und ein Nahkampfsystem, das deutlich stärker in Richtung Brawler geht, als ich erwartet hatte. Jetzt verstehe ich auch, warum die Entwickler Elta selbst als „Brawlervania“ bezeichnen. Ein Begriff, bei dem ich zunächst die Augen verdreht habe. Nach der Demo muss ich allerdings zugeben: Viel treffender lässt sich das Spiel kaum zusammenfassen.
Ihr spielt Victus, einen Kriegermönch, der nach dem verlorenen Gott seines Volkes sucht. Die Spur führt ihn nach Lerna, eine feindselige Welt aus Eis, Ruinen und technischen Hinterlassenschaften, deren Zweck sich nicht immer auf Anhieb erschließt. Schon in den ersten Minuten musste ich deshalb mehrfach an Metroid Prime denken. Zum einen wegen der Kulisse, die wirkt, als würde man durch die Überreste einer längst vergangenen Zivilisation streifen. Zum anderen, weil ihr Objekte in der Umgebung scannen und so nach und nach mehr über die Welt erfahren könnt.
Es ist vor allem die Art, wie das Spiel meinen Entdeckerdrang weckt. Ich komme an einen unbekannten Ort, sehe mich um und sofort entstehen Fragezeichen: Wo führt dieser Weg hin? Was befindet sich dort oben? Welche Fähigkeit muss ich erlernen, um hier weiterzukommen? Und wie erreiche ich die Plattform, die offensichtlich nicht ohne Grund 20 Meter über meinem Kopf schwebt?
Elta beantwortet diese Fragen nicht sofort. Zum Glück. Schon die Demo zeigt immer wieder Orte, die ich zwar sehen, mit meinen aktuellen Fähigkeiten aber noch nicht erreichen kann. Und genau dann setzt bei mir der typische Metroidvania-Reflex ein: Stelle merken, später wiederkommen.
Selbst die dreidimensionale Karte erinnert deutlich an Metroid Prime. Die Umgebung ist verschachtelt und breitet sich nicht nur horizontal, sondern auch vertikal aus. Wege führen über- und untereinander vorbei, und mit jedem neu erschlossenen Abschnitt fügt sich die Welt auch im Kopf ein Stück weiter zusammen.
Auch beim Scannen hält sich Elta angenehm zurück. Interessante Objekte machen auf sich aufmerksam, sodass die Suche nach zusätzlichen Informationen über die Welt nicht zur Fleißarbeit verkommt. Ihr müsst also nicht jede Wand und jeden Stein scannen, nur weil irgendwo möglicherweise noch ein Textschnipsel versteckt sein könnte.
Der zweite Vergleich, der mir beim Spielen immer wieder in den Sinn kam, ist Darksiders, vor allem der erste Teil. Auch dort gingen Kämpfe, Erkundung, Rätsel und Platforming ständig ineinander über. Elta setzt die Schwerpunkte anders, wechselt aber ähnlich selbstverständlich zwischen diesen Dis