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G7-Staaten geben Diesel- und Rohöl-Reserven frei
Die G7-Staaten wollen angesichts der hohen Kraftstoffpreise Öl-Reserven freigeben. Die USA hatten zuvor Druck vor allem auf die europäischen G7-Mitglieder gemacht. Für US-Präsident Trump sind die hohen Preise innenpolitisch ein großes Problem.
Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl geeinigt, um die angespannten Energiemärkte zu entlasten. Die koordinierte Freigabe über die Internationale Energieagentur (IEA) soll unverzüglich anlaufen und über einen Zeitraum von vier Monaten erfolgen, wie die G7 in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Zudem ist eine vorgezogene, erhebliche Freigabe von Diesel innerhalb der ersten 20 Tage durch die G7-Mitglieder und ihre Partner geplant.
Zur Gruppe der G7-Staaten gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA. Sie hatten sich zuvor in einer Videoschalte beraten, an der auch Bundeskanzler Friedrich Merz teilnahm. Frankreich hat derzeit den Vorsitz der Gruppe.
Der Iran-Krieg hat die Ölvorräte in den OECD-Ländern auf den niedrigsten Stand seit 36 Jahren gedrückt.
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Angesichts der hohen Kraftstoffpreise hatten die USA die europäischen Länder zuletzt verstärkt gedrängt, ihre strategischen Diesel-Reserven freizugeben, um die Preise zu senken. Druckmittel war offenbar ein möglicher Exportstopp für Diesel aus den Vereinigten Staaten, für den US-Präsident Donald Trump sich zuvor ausgesprochen hatte.
Trump steht innenpolitisch unter Druck, denn die Treibstoffpreise sind auch in den USA in den vergangenen Wochen infolge des Iran-Kriegs erneut deutlich gestiegen - und Trumps Republikaner befinden sich rund einen Monat vor den Kongress-Zwischenwahlen in den USA im Umfragetief. Die USA hatten den Iran-Krieg zusammen mit Israel vor gut sechs Monaten begonnen.
Den Republikanern drohen bei den US-Zwischenwahlen herbe Verluste.
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US-Finanzminister Scott Bessent hatte gestern auf der Plattform X geschrieben, Europa solle zusätzliche Liefermengen unverzüglich bereitstellen. "Amerikanische Landwirte, Lkw-Fahrer und Unternehmen sollten nicht allein die Last einer weltweiten Diesel-Knappheit tragen müssen", schrieb er. "Wir erwarten von unseren Verbündeten, dass sie ihren Zusagen Taten folgen lassen."
In der Nacht auf Freitag hatte Trump mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu dem Thema telefoniert. Kurz vor der Ankündigung der Freigabe durch die G7-Länder schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, Europa werde "eine gewaltige Menge seiner umfangreichen Diesel-Reserven freigeben".
Macron betonte nun, alle G7-Teilnehmer, unter ihnen US-Präsident Trump, hätten sich dazu verpflichtet, auf Exportverbote zu verzichten.