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Nvidias DGX Spark wird trotz halbiertem RAM teurer
Ein neues Modell der KI-Workstation für lokale KI bringt nur noch 64 GByte RAM mit. Teurer wird es trotzdem.
DGX Spark von verschiedenen Herstellern – jetzt auch mit nur 64 GByte RAM.
Ab dem 23. Oktober wollen Nvidia und seine Partner wie Acer, Asus, Dell, Gigabyte, HP und MSI eine neue Version der Mini-PCs der Serie DGX Spark ausliefern. Die arbeitet weiterhin mit dem GB10-Chip samt Blackwell-Architektur für die GPU und ist für lokal laufende KI-Modelle ausgelegt. Der Haken: Gegenüber dem vor rund einem Jahr vorgestellten Modell sind RAM und SSD nur noch halb so groß, der Preis aber höher.
Die ersten DGX Spark kamen in der kleinsten Version für einige Wochen mit 128 GByte RAM für rund 4000 US-Dollar auf den Markt. Das neue Einstiegsmodell kostet 5000 US-Dollar, besitzt aber nur noch 64 GByte LPDDR5X-Speicher. Das 128-GByte-Modell kostet nun 6000 US-Dollar, also 50 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Nvidia nennt diesmal den noch immer sehr angespannten Markt für Speicherbausteine nicht als Grund, aber er ist dennoch offensichtlich.
Schon im März 2026 musste Nvidia den Preis für den DGX Spark erhöhen, damals gab das Unternehmen noch ausdrücklich „memory supply constraints“ an. Seitdem hat sich die Situation noch deutlich verschärft, insbesondere für die bei PCs, Smartphones und anderen Geräten üblichen DDR-Chips. Dazu zählt auch der für CPU und GPU einheitliche Speicher (unified memory) der DGX Spark. Die einzelnen Hersteller werden ihre Preise wohl unterschiedlich gestalten, aber die nun geforderten 5000 US-Dollar können als Richtlinie verstanden werden.
Für seine schnellsten KI-Beschleuniger, die mit HBM-Speichern arbeiten, gab Nvidia Anfang 2026 zwar an, man habe sich langfristig versorgt. LPDDR5 gehörte aber, wie auch das GDDR7 für RTX-Karten, offenbar nicht dazu. Auch die schnellste RTX-Karte, die RTX Pro 6000 Blackwell mit 96 GByte, steigt ständig im Preis und ist derzeit nicht mehr unter sagenhaften 17.000 Euro zu haben.
Wie bereits unser Test des ersten DGX Spark mit 128 GByte zeigte, sind solche sehr schnellen Karten aber immer noch die beste Wahl, wenn es um lokale Inferenz- oder Trainings-Aufgaben geht. Der Speicher einer RTX Pro Blackwell ist schlicht viel schneller als beim DGX Spark: 273 GByte/s stehen 1792 GByte/s gegenüber. Zum Experimentieren mit Modellen, die nicht mehr in die 32 GByte etwa einer RTX 5090 passen, sind auch die kleinen Sparks unter Umständen eine Alternative. Nvidia empfiehlt für das 64-GByte-Modell Qwen 3.8 27B.
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