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Holocaust-Überlebende Irene Butter in den USA verstorben
Die Holocaust-Überlebende und Friedensaktivistin Irene Butter ist in den USA verstorben. Die gebürtige Berlinerin wurde 95 Jahre alt. Vor zwei Jahren hatte sie das Bundesverdienstkreuz für ihre Aufklärungsarbeit als Zeitzeugin erhalten.
Die Holocaust-Überlebende Irene Butter ist am Freitag im Kreise ihrer Familie und Freunde in den USA gestorben. Das bestätigte ihre Agentin Mary Bisbee-Beek gegenüber dem NDR. Jahrzehntelang klärte die Wirtschaftswissenschaftlerin über ihre Erfahrungen als Jüdin unter den Nazis auf.
Butter wurde 1930 als Irene Hasenberg in Berlin geboren. 1937 floh ihre Familie vor den Nazis nach Amsterdam - in das gleiche Viertel, in dem auch Anne Frank mit ihrer Familie lebte.
Irene Butter soll heute in der deutschen Botschaft in Washington das Bundesverdienstkreuz erhalten.
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Nach dem Einmarsch der Deutschen in die Niederlande wurde die Familie Hasenberg deportiert und kam 1943 nach Westerbork in ein sogenanntes Durchgangslager. Dort sei eines Tages ein Paket angekommen, erinnerte sich Butter später. Ihr Vater hatte zuvor ecuadorianische Pässe bestellt, mit dem Plan, als ausländische Juden von den Nazis gegen in Ausland gefangen gehaltene deutsche Staatsbürger eingetauscht zu werden.
Trotzdem kamen sie zunächst in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Auch Anne Frank traf Irene Butter dort noch einmal wieder. Anne Frank starb in Bergen-Belsen.
Nach knapp einem Jahr kam es doch noch zu einem Austausch - Butters durch Zwangsarbeit und die menschenunwürdigen Bedingungen im KZ geschwächter Vater starb jedoch zuvor. Ihre Mutter und ihr Bruder kamen in ein Krankenhaus, so dass Irene alleine ausreisen musste: zunächst nach Algerien, dann in die USA.
Dort studierte sie schließlich Wirtschaftswissenschaften und wurde Professorin an der Universität von Michigan.
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27.01.2025
11KM erzählt die Geschichte der Zeitzeugin, die sich heute noch gegen Hass und Hetze engagiert.
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