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EA Sports FC 27 angebolzt
von Oliver Posselt
4. Okt. 2026 |
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Alle Jahre (und damit ist jedes Jahr gemeint) wieder kommt ein neues FC-Spiel daher und verspricht, dass alles besser wird. EA Sports FC 27 verspricht mehr Kontrolle, ein überarbeitetes Taktiksystem und mit The Grounds einen komplett neuen Modus. Nach gut einer Woche auf dem virtuellen Rasen kann ich sagen, dass sich auf dem Platz tatsächlich einiges getan hat. Abseits gibt es allerdings auch wieder ein paar Schattenseiten. Ich habe das Ganze auf der PlayStation 5 gespielt und mich durch die verschiedenen Modi gearbeitet.
Das überarbeitete Taktiksystem ist meiner Meinung nach die beste Neuerung in diesem Jahr. Die Taktiken ergänzen die Spielstile und Rollen der letzten Jahre richtig gut und sorgen dafür, dass Aufstellungen ein paar witzige Zahlen auf dem Bildschirm sind. Verschiedene Formationen fühlen sich in diesem Jahr tatsächlich unterschiedlich an. Ein 4-2-3-1 spielt sich spürbar anders als ein 4-4-2, und das Spiel erklärt ganz gut, warum welche Formation gegen bestimmte Gegner funktioniert und welche Spieler dafür infrage kommen.
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Auch beim Passspiel hat sich etwas getan. Pässe und Flanken wirken präziser, gehen besser von der Hand. Außenverteidiger tauchen in den richtigen Räumen auf, und die Mitspieler erkennen eure Absicht, einen Pass zu spielen, besser als noch im Vorgänger. Dazu kommt ein verbessertes Dribbling, das sich etwas direkter anfühlt. Im Zusammenspiel mit den Taktiken entsteht dadurch ein Gefühl von etwas mehr Kontrolle. Das war in den letzten Jahren nicht immer so.
Die überarbeiteten Eckbälle verdienen eine gesonderte Erwähnung. Nach dem Zielen der Flanke schwenkt die Kamera in den Strafraum, und ihr habt ein kurzes Zeitfenster, um eure Angreifer in Position zu bringen und den richtigen Laufweg zu timen. Das ist am Anfang zugegebenermaßen etwas ungewohnt, bringt aber deutlich Dynamik in das Spiel und man hat nicht immer den gleichen Ecken-Trott.
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Die guten Ansätze werden leider nicht überall durchgehalten. Die KI-Mitspieler laufen immer noch gelegentlich Wege, die keinen Sinn ergeben ("Ja, wo laufen sie denn?"). Innenverteidiger schauen manchmal lieber dem Ball hinterher, statt den Stürmer zu verfolgen, und Außenverteidiger stehen zu weit weg, wenn man sie eigentlich braucht. Die versprochenen Verbesserungen beim Mitspieler-Verhalten sind zwar da, lösen das Problem aber nicht in Gänze. Im manuellen Verteidigen steckt mehr Verantwortung als zuvor, was grundsätzlich richtig ist. Es fällt nur auf, wenn die KI neben euch gleichzeitig nicht mitzieht und ihr dann allein auf weiter Flur steht.
Dazu kommen träge Menüs. Das mag nach einer Kleinigkeit klingen, aber wenn ihr zwischen Aufstellungsänderungen, Taktikwechseln und Spielstart jedes Mal ein paar Sekunden wartet, summiert sich das. Das war schon in den Vorgängern ein Problem und EA hat das wieder nicht auf die Kette bekommen.
The Grounds ist die große Neuerung abseits des Platzes. Ihr erstellt einen Avatar und bewegt euch durch eine offene Fußballwelt mit bis zu 100 anderen Spielern gleichzeitig. Es gibt verschiedene Viertel, Minispiele, 1-gegen-1-Duelle und die Möglichkeit, über Rush direkt in größere Partien einzusteigen. Das Ganze kennt der eine oder andere so ähnlich vielleicht von The City aus NBA 2K.