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„Star Wars: Galactic Racer“ im Test: Rasen statt Reden!
Die explosive Vorspul-Action von „Star Wars: Galactic Racer“ muss man erlebt haben. Die Arcade-Rennen sind eine Offenbarung! Das Drumherum nicht unbedingt.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Wer sich an das Steuer einer lebensmüden „Star Wars“-Rennsemmel setzt, der will wahrscheinlich vor allem eines: unglaublich schnell durch aberwitzige Landschaften brettern, über Lavaseen und Gletscher, durch Raumschiffruinen bis auf das Siegerpodest. Genau das bietet „Star Wars: Galactic Racer“ in spektakulärer Form. Schon lange sahen Rennen nicht mehr so gefährlich und kinoreif aus. Und solange alle die Klappe halten, ist das Spiel auch wirklich so gut, wie es von Weitem aussieht.
Rennspiele sind ein goldenes Genre, die Geschichten in Rennspielen dagegen sind eher berüchtigt. Sehr häufig schaut man spärlich charakterisierten Missionsgebern dabei zu, wie sie sich in der Welt illegaler Straßenrennen behaupten oder für irgendein Festival qualifizieren. Je schneller das vorbeigeht, desto besser. Man spielt die Spiele zum Fahren.
Auch die Geschichte von „Star Wars: Galactic Racer“ fühlt sich eher nach einer Pflichtübung an, bei der man aufatmet, wenn es endlich wieder auf die Rennpiste geht. Man übernimmt die Rolle des (oder der) geheimnisvollen Shade. Schon die Charaktererstellung bleibt verdächtig oberflächlich, weil die Rennperson den Helm nicht abnimmt. Entsprechend wirkt das Alter Ego aber auch eher blass. Shade klingt selbstbewusst, aber dumpf, ein bisschen nach Mandalorianer.
Getragen wird die Geschichte vor allem von drei Charakteren: Hibi ist ein vierarmiges Affen-Alien und hilft Shade als unerschütterlich fröhliche Mechanikerin. Zwischen Rennen verkauft sie Upgrades. Darius Pax ist der schmierige Chef der galaktischen Liga. Er hilft Shade unter der Hand, weil beide einen Widersacher teilen: den arroganten Renn-Champion Kestar Bool.
Das ist nicht originell, aber wenigstens ist Bool ein wunderbar unsympathischer Schnösel mit einer außerirdisch bescheuerten Rennbrille. Den besiegt man gern! Vielleicht hätte es aber auch ein sprechendes Porträt getan. Entwickelt wurde „Star Wars: Galactic Racer“ von dem neu gegründeten Studio Fuse Games. Hier sitzen mehrere Veteranen von Criterion Games, die vor allem mit der „Burnout“-Serie bewiesen haben, dass sie explosive Arcade-Rennspiele liefern können.
So sehr die Rennaction an „Burnout“ erinnern kann, so lieblos wirkt leider das Drumherum. Mit Shade zwischen Missionen durch die Hub-Welt zu laufen, fühlt sich schwammig an, es gibt spärliche Interaktionsmöglichkeiten. Die Pausenlager sehen auch auf verschiedenen Planeten deprimierend eintönig aus. Diese Zwischenstrecken hätte man ohne große Verluste streichen und durch ein paar Menüs ersetzen können. Doch das ist nicht schlimm. In einer Minute sitzt man wieder im Cockpit.
Sobald die Kamera das nächste Rennen vorstellt und man das Gefährt mit einem kleinen Minispiel startklar macht, ist „Galactic Racer“ fantastisch. Es sieht spektakulär aus, jeder Kurs ist aufregend und abwechslungsreich.
Je nach Situation erinnert die Raserei an „F-Zero“, „Mario Kart“ oder „Burnout“. Zwölf sehr unterschiedlich robuste Gefährte stehen an der Startlinie. Bei der Fahrt muss man nicht nur Gas geben und um Kurven driften, es gibt auch zwei verschiedene Boost-Arten und Spezialfähigkeiten zu managen. Die Strecken sind häufig weit offen, fädeln sich dann aber durch Tunnel und Höhlen. Wie einst in „Burnout“ würdigt eine spezielle Kameraansicht, wenn man Gegner von der Strecke schubst. Wie in „Mario Kart“ kann man einander mit Fallen und Gegenmaßnahmen ärgern. Und wie in „F-Zero“ rasen die Strecken erschreckend schnell heran. Besonders schwer sind die Arcade-Rennen nicht. Sie können allerdings überraschend frustrierend werden.