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Neues Unternehmen heißt Skydance: Paramount schließt Warner-Übernahme ab
Paramount hat die Übernahme von Warner Bros. Discovery abgeschlossen. Das daraus entstandene Unternehmen Skydance will HBO Max und Paramount+ zusammenlegen.
Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount ist abgeschlossen. Das fusionierte Unternehmen heißt jetzt Skydance, teilte es am Dienstag mit. Teil des neuen Unternehmens sind unter anderem HBO und die US-Fernsehsender CBS und CNN.
Warner-Aktionäre bekommen pro Aktie 31,02 US-Dollar in bar, heißt es in der Mitteilung zum Abschluss der Übernahme. Der Betrag liegt knapp über dem vereinbarten Preis von 31 US-Dollar, weil Paramount für jeden Tag Verzögerung nach dem 30. September eine Zusatzgebühr an die Warner-Aktionäre zahlen musste. Inklusive der übernommenen Schulden ist der Deal über 110 Milliarden US-Dollar schwer. Die Familie Ellison hält den größten Anteil an Skydance. Chef des Unternehmens ist David Ellison, Sohn des Oracle-Mitgründers Larry Ellison.
Die Streamingangebote Paramount+ und HBO Max sollen perspektivisch zu einem einzigen Dienst verschmelzen. Skydance kommt aktuell nach eigenen Angaben kombiniert auf über 200 Millionen Streamingabonnenten. Die Zusammenlegung hatte David Ellison bereits im März angekündigt, kurz nachdem Paramount sich im Bieterstreit um Warner gegen Netflix durchgesetzt hatte.
Wann der gemeinsame Dienst kommt, wie er heißen und was er kosten soll, geht aus der Mitteilung nicht hervor. In Deutschland ist Paramount+ seit Ende 2022 verfügbar, HBO Max ging am 13. Januar 2026 auf den deutschen Markt.
Ursprünglich wollte Netflix Warner kaufen – dem Unternehmen wurde der Bieterstreit mit Paramount aber schließlich zu teuer. Die Übernahme durch Paramount konnte erst nach einem Vergleich mit zwölf US-Bundesstaaten unter Führung Kaliforniens abgeschlossen werden, die den Deal mit einer Kartellklage stoppen wollten. Auch die Drehbuchautoren-Gewerkschaft Writers Guild of America einigte sich nach einer Klage mit dem Medienunternehmen.
Im Vergleich mit den Bundesstaaten verpflichtet sich das Unternehmen für fünf Jahre dazu, jährlich mindestens 30 Filme in die US-Kinos zu bringen und mehr Geld in Produktionen in den USA zu stecken. Ein Journalistengremium soll zudem über die redaktionelle Unabhängigkeit der Sender CNN und CBS wachen. Kritiker befürchten, dass die Familie des Trump-Unterstützers Larry Ellison Einfluss auf ihre Berichterstattung nehmen könnte.
Die Zusammenlegung der Unternehmen dürfte mit erheblichen Stellenstreichungen einhergehen: Innerhalb von drei Jahren sollen die jährlichen Einsparungen bei mindestens 6 Milliarden US-Dollar liegen.
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