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Montag: Britisches Stargate nur Medien-Coup, Identitätsdiebstahl bei WhatsApp
KI-Milliarden als Inszenierung + Warnung bei WhatsApp-Benutzernamen + Alibaba-Verbot von Anthropic-KI + 30 Jahre „Independence Day“ + Bahnhofsumbau ohne Ausfall
Stargate UK sollte OpenAI & Co. in die britische Wirtschaft bringen. Durch Milliardeninvestitionen sollten große KI-Modelle im landeseigenen Rechenzentrum trainiert und betrieben werden. Doch am Großteil des Projekts wurde nie wirklich gearbeitet. Derweil warnen Sicherheitsexperten, dass Kriminelle die kürzlich angekündigten WhatsApp-Benutzernamen bekannter Personen etwa zu Betrugsversuchen missbrauchen könnten. Reservierungen sind bereits möglich, aber Meta will prominente Nutzernamen vor fremder Registrierung geschützt haben. In China dürfen Alibaba-Mitarbeiter aus Angst vor Überwachung die Anthropic-KI Claude nicht mehr nutzen. Der chinesische Konzern wirft der KI-Firma das Ausspähen der Anwender vor. Dabei hatte Anthropic die Nutzung von Claude in China eigentlich schon vorher verboten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
Das prestigeträchtige Rechenzentrumsprojekt „Stargate UK“ gerät weiter unter Druck. OpenAI-Vertreter haben offenbar eines der zentralen Grundstücke, das für den Aufbau der geplanten KI-Infrastruktur vorgesehen war, nie vor Ort besichtigt. Obwohl die britische Regierung bereits mit einem potenziellen Investitionsvolumen von bis zu 20 Milliarden britischen Pfund geworben hatte, nachdem OpenAI Stargate UK im September 2025 als KI-Infrastruktur-Partnerschaft mit Nvidia und dem britischen Rechenzentren-Betreiber Nscale vorgestellt hatte. Ziel war, die „souveränen Rechenkapazitäten des Vereinigten Königreichs“ zu stärken. Doch weder OpenAI noch Nscale waren jemals vor Ort. Lediglich eine Delegation von Nvidia sah sich das Gelände an: 20-Milliarden-Pfund-Investment in Stargate UK war nicht mehr als ein PR-Stunt.
Unter Druck kommt auch Meta Platforms, denn die kürzlich angekündigte Einführung von Benutzernamen bei WhatsApp lässt Sicherheitsexperten aufhorchen. Wenn Anwender die Namen bekannter Personen für den Messaging-Dienst registrieren, könnte diese Art von Identitätsdiebstahl für Betrugsversuche genutzt werden. Doch WhatsApp-Betreiber Meta wiegelt ab. Die Benutzernamen bekannter Persönlichkeiten seien bereits für diese reserviert und entsprechend geschützt. Allerdings schließt das offenbar nicht die Benutzernamen anderer großer Online-Plattformen ein, wie der bekannte Gründer der weltgrößten Kryptobörse herausfinden musste. Sein bei Twitter und jetzt X registrierter Nutzername ist schon von jemand anderem reserviert worden: WhatsApp-Benutzernamen wecken Befürchtungen an möglichem Identitätsdiebstahl.
Illegale Aktionen befürchtet auch das chinesische Onlinehandelsunternehmen Alibaba und verbietet seinen Mitarbeitern ab sofort die Nutzung von Anthropics KI-Modell Claude. Beschäftigte sind auch angewiesen, alle Claude-Modelle von ihren Dienstrechnern zu löschen. Hintergrund soll eine versteckte Funktion im Claude-Quellcode sein, die es Anthropic erlaubt, zu sehen, ob ein Nutzer aus China zugreift oder mit einem chinesischen KI-Entwickler in Verbindung steht, berichten die Mitarbeiter. Obwohl Anthropic die Nutzung seiner Modelle in China generell verbietet, finden chinesische Unternehmen Wege, die Modelle trotzdem unerkannt zu nutzen. Damit verbietet Alibaba seiner Belegschaft etwas, das Anthropic ohnehin nicht mit seiner KI erlaubt: Nach Diebstahlsvorwürfen bannt Alibaba Claude-KI.
Mit „Willkommen auf der Erde!“ begrüßt Will Smith das schleimige Tentakel-Alien, nachdem er es mit einem Faustschlag außer Gefecht gesetzt hat. So etwas hat man im Kino noch nicht gesehen. Genauso wenig wie kilometergroße Raumschiffe, die Metropolen wie New York und Los Angeles in Schutt und Asche legen. Am 2. Juli 1996 startet „Independence Day“ auf der großen Leinwand – passenderweise an dem Tag, an dem auch die Handlung einsetzt. Das Feuerwerk der Effekte wird zum Welterfolg für den „schwäbischen Spielberg“ Roland Emmerich und seinen Produzenten und Co-Aut