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Raycast: Großes Update bringt Leistungsboost und neue System-Befehle
von Carsten Knobloch
7. Okt. 2026 |
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Die Entwickler des Launchers Raycast haben ein umfangreiches Update veröffentlicht, das sich sowohl an Mac- als auch an Windows-Nutzer richtet. Neben einer Optimierung bei der Speichernutzung und Performance gibt es frische Werkzeuge für die Bildschirm-Erfassung, neue System-Aktionen und mehr Flexibilität für eigene KI-Modelle.
Ein großer Schwerpunkt des Updates liegt auf der Architektur. Unter macOS laufen der AI Chat, Notes und die Einstellungen ab sofort in jeweils eigenen Prozessen getrennt vom eigentlichen Launcher. Das sorgt dafür, dass aufwendige Notizen oder rechenintensive Chats die Hauptsuche nicht mehr ausbremsen. Wird ein solches Fenster geschlossen, gibt Raycast den belegten Arbeitsspeicher nach einer kurzen Abkühlphase wieder frei.
Auch bei der Dateisuche (File Search) wurde auf beiden Plattformen ordentlich aufgeräumt. Der Spitzen-Speicherverbrauch sinkt laut den Entwicklern um bis zu 80 Prozent, während der RAM-Bedarf bei aktiven Suchvorgängen sogar um bis zu 95 Prozent reduziert werden soll. Gleichzeitig sollen Suchanfragen je nach Dateimenge um 20 bis 30 Prozent schneller ablaufen. Entwickler dürfen sich zudem darüber freuen, dass typische Cache-Ordner wie .cargo/global-cache oder .venv automatisch von der Indexierung ausgeschlossen werden.
Für den Mac führt das Update zwei Kontext-Befehle für die KI ein: Send Element to AI und Send Window to AI. Damit lässt sich mit der Maus über ein beliebiges Element auf dem Bildschirm fahren (etwa Textabsätze, Buttons oder Bilder) und dieses per Klick direkt an den AI Chat übergeben. Alternativ wandert das komplette aktive App-Fenster in den Chat.
Auf der Windows-Seite schließt Raycast weitere Lücken bei der Systemsteuerung. Neu an Bord sind fünf direkte Befehle, um WLAN-Netzwerke und Bluetooth-Geräte zu verwalten, WLAN oder den Energiesparmodus umzuschalten sowie den Kamerazugriff systemweit für alle Anwendungen schnell zu sperren oder freizugeben.
Wer eigene KI-Provider über eine providers.yaml einbindet, kann diesen Modellen nun auch Raycast-eigene Tools wie Web Search, Read Page, Search Images oder Charts mitgeben. Dabei lässt sich flexibel festlegen, ob die Abfragen über Raycast, ein Firmen-Gateway oder Drittanbieter-Schlüssel (unter anderem Brave, Perplexity, Tavily, Exa, Firecrawl oder Jina) laufen.
- AI-Prompts sind schlanker geworden, wodurch lokale Modelle flotter antworten
- In der Zwischenablage (macOS) gibt es eine Option, um Inhalte aus der universellen Zwischenablage von iPhone und iPad direkt beim Eintreffen abzuspeichern.
- Kopierte Dateien aus dem Finder oder Windows Explorer lassen sich direkt in Datei-Auswahldialoge einfügen.
- Skripte bieten nun Schalter, um die Hintergrund-Aktualisierung für einzelne Script Commands gezielt ein- oder auszuschalten.
- Die Diktierfunktion zeigt den Status beim Beenden sauberer an und verarbeitet Spracheingaben schneller.
Das Update steht ab sofort direkt über die integrierte Update-Funktion von Raycast für macOS und Windows bereit.