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OpenGrid unterstützt die Stromnetzplanung
Alice Yake, Vorsitzende des OpenGrid Management Committee, stellte das Projekt in Prag vor.. Quelle: Linux-Magazin
Die Linux Foundation hat die Initiative OpenGrid gestartet, die mit offener Software und gemeinsamen Datenstandards die Planung von Stromnetzen unterstützen soll.
Beim Open Source Summit Europe in Prag fiel dafür ein offizieller Startschuss. mit. Alice Yake, Vizepräsidentin von BE-GRIDS und Vorsitzende des OpenGrid Management Committee, stellte das Projekt in Prag vor und erklärte, dass verlässliche Stromversorgung belastbare Netzplanungen voraussetze. OpenGrid solle deshalb Daten und Standards zugänglich machen und Planungswerkzeuge bereitstellen, deren Funktionsweise Versorger, Regulierungsbehörden und Staaten überprüfen können. OpenGrid soll kommerzielle und quelloffene Planungswerkzeuge über eine gemeinsame technische Grundlage miteinander verbinden.
Der Bedarf an neuen Stromnetzen steigt unter anderem durch wachsende Rechenzentren, Industrieanlagen sowie neue Erzeugungs- und Speicherkapazitäten. Weltweit warten laut Linux Foundation derzeit Projekte mit einer Leistung von mehr als 2500 Gigawatt auf einen Netzanschluss. Zugleich müssten die jährlichen Investitionen in Stromnetze bis 2030 auf mehr als 600 Milliarden US-Dollar steigen, um den langfristigen Bedarf zu decken.
Bis 2040 könnten nach Angaben der Linux Foundation rund 80 Millionen Kilometer Stromleitungen hinzukommen oder ersetzt werden. Die Netzplanung erschweren dabei unter anderem verteilte Datenbestände, inkompatible Software und Modellierungswerkzeuge, die viele Institutionen und Länder nicht nutzen können.
OpenGrid soll keine bestehende Planungssoftware ersetzen. Die Initiative entwickelt stattdessen eine gemeinsame Daten- und Integrationsschicht. Dazu gehören offene Standards und Datenmodelle, Programmierschnittstellen sowie ein zentraler Daten-Hub für geprüfte und für Modellierungen geeignete Datensätze.
Als erste Anwendung entwickelt die Initiative den OpenGrid Translator. Das Werkzeug soll ab 2027 Daten und Modelle zwischen verbreiteten kommerziellen Plattformen und Open-Source-Werkzeugen übertragen können.
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