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State of Decay 3: Nach Entlassungen und Xbox-Trennung kündigt Undead Labs Änderungen an
Nach dem erfolgreichen Management-Buy-out spricht Studio-Chef Phillip Holt über den Zustand des Survival-Spiels, die Entwicklungszeit und den Game Pass.
Das State-of-Decay-Studio Undead Labs hat sich nach dem Rückkauf seiner Unabhängigkeit und der Trennung von Xbox im vergangenen Monat zu Wort gemeldet. Das Team verriet dabei, dass es aufgrund der damit einhergehenden Entlassungen "einige Änderungen" an State of Decay 3 vornehmen muss.
Das erklärte Studio-Chef Phillip Holt in einem ausführlichen Gespräch mit The Game Business. Darin sprach er über die neuen Prioritäten des Studios – jetzt, wo man sich vor keinem "Boss" mehr verantworten muss, außer vor der eigenen Community. Gleichzeitig verriet er, warum sich das Koop-Zombie-Survival-Spiel gefühlt schon eine Ewigkeit in Entwicklung befindet.
State of Decay unterscheidet sich von klassischen Action-Shootern durch seinen starken Fokus auf Ressourcen- und Community-Management. Spieler verwalten eine Basis und wechseln zwischen verschiedenen Überlebenden, deren Tod im Spiel stets permanent (Permadeath) ist.
"Wir stehen kurz vor der Fertigstellung des Spiels", sagt Holt. "Und es steckt eine Menge drin. Ich glaube, alle, die uns auf der Gamescom gesehen haben, können das bestätigen. Auch unsere Alpha-Tester können das bezeugen. Da uns nun eine beträchtliche Anzahl von Leuten verlassen hat, müssen wir natürlich einige Anpassungen vornehmen. Ich glaube aber nicht, dass wir den Spielumfang auf drastische Weise beschneiden."
State of Decay 3 peilt aktuell einen groben Release-Zeitraum für "2027" an, der in diesem Sommer angekündigt wurde. Das verschafft Undead Labs etwas terminlichen Spielraum. Allerdings wurde das Spiel ursprünglich schon 2020 enthüllt. Danach verschwand es für lange Zeit von der Bildfläche, weshalb sich viele fragten, was da hinter den Kulissen eigentlich los ist.
"Ich glaube eigentlich gar nicht, dass es so lange gedauert hat", bemerkte Holt auf die lange Entwicklungszeit angesprochen. "Wenn man ab dem Release von State of Decay 2 rechnet, nähern wir uns tatsächlich der Acht-Jahres-Marke. Rechnet man ab unserem ersten Trailer mit dem berüchtigten Zombie-Hirsch, ist das ebenfalls eine lange Zeit. Ich habe mich selbst etwas in Schwierigkeiten gebracht, als ich sagte, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch kein Team hatten, das an dem Spiel arbeitete. Das stimmte so nicht ganz, wir hatten ein sehr kleines Team. Seit vielleicht 2020 saß eine kleine Gruppe an dem Projekt. Die eigentliche Entwicklung nahm aber erst 2022 oder 2023 richtig Fahrt auf."
Aber warum hat Undead Labs den dritten State-of-Decay-Teil dann überhaupt so früh angekündigt? Die Antwort wirkt fast schon unheimlich prophetisch und hängt mit der Kaufrausch-Phase zusammen, in der sich Microsoft befand, als es Undead Labs 2018 übernahm. In ebendieser Phase brachte der Konzern auch Ninja Theory, Compulsion Games und Playground Games in sein Xbox-Portfolio (zwei davon sind mittlerweile nicht mehr Teil von Xbox). Laut Holt wollte er State of Decay 3 unbedingt ankündigen, bevor Undead Labs vom Rest einer viel größeren Gaming-Sparte "geschluckt oder abgestoßen" werden konnte.
"Ich dachte mir schon, dass Microsoft mit seinen Übernahmen noch nicht am Ende war", erklärte Holt. "Und ich ging nicht davon aus, dass sie weiterhin kleine Studios kaufen würden – ich rechnete eher mit den großen Fischen. Ich hatte ein wenig Sorge, dass wir geschluckt oder abgestoßen werden, bevor wir der Welt zeigen konnten, woran wir arbeiten. Es war also eine Art Pflock, den wir rechtzeitig einschlagen wollten. Ich wollte ganz klar sagen: 'Wir kündigen State of Decay 3 an, die Fans wissen, dass es in Entwicklung ist, und hier ist ein Trailer, der unsere Vision zeigt.'"
Diesen Sommer stand Undead Labs dann tatsächlich auf der Streichliste, als Xbox seine umfassenden Umstrukturierungen ankündigte. Damals hieß es, das Studio stehe in Verhandlungen über einen Eigentümerwechsel. Doch dieser Deal kam – genau wie bei Ninja Theory – am Ende