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AMD: FSR4 für APUs noch bis Ende des Jahres
Auf einem Meeting mit Medienvertretern aus Südkorea hat sich AMDs Chef der Grafiksparte, Jack Huynh, zum weiteren Vorgehen mit FSR4 geäußert. Demnach soll die bisher nur bei Desktop-Grafikkarten genutzte Upscaling-Technik noch bis zum Jahresende auf APUs, Notebooks und Handhelds Einzug halten.
Laut der in einem Bericht von The Elec zitierten Aussage von Huynh werde AMD die KI-gestützte FSR4-Technologie „bis Ende dieses Jahres auf die gesamte Produktpalette ausweiten, einschließlich APUs, Gaming-Laptops und Handheld-Geräten“.
Ergänzend fügte er hinzu, dass man dabei auf zwei Arten vorgehen werde: Einmal durch die Einführung von FSR4 auf bestehenden APUs und einmal durch „neue Produktlinien“. Letzteres wird in dem Bericht so gedeutet, dass AMD bis zum Jahresende neue APUs auf den Markt bringen wird. Zudem ist die Rede von einem „schlanken FSR4-Modell“ für Mobilgeräte.
Letztlich lässt sich viel in diese Aussagen hineininterpretieren. Welche Produkte noch in diesem Jahr FSR4 erhalten werden, bleibt schlicht abzuwarten.
FSR4 ist die erste von AMDs Upscaling-Techniken, die auf maschinellem Lernen und KI basiert. Doch genau aus diesem Grund wird FSR4 von AMD bisher nur für die modernen Desktop-Grafikkarten mit RDNA-4-GPU (Radeon RX 9000) angeboten. Inoffiziell gibt es aber schon Möglichkeiten, FSR4 auch auf RDNA 3 (RX 7000) und sogar RDNA 2 (RX 6000) zum Laufen zu bringen. FSR4 liefert zwar eine etwas schlechtere Leistung als FSR3, bietet aber eine deutlich höhere Bildqualität und ist daher begehrt.
Nimmt man die neuen Aussagen als bare Münze, dann dürfte FSR4 erstmals offiziell für die integrierten GPUs der Familie RDNA 3.5 freigeschaltet werden. Das würde unter anderem die Mobile-Chips der Serien Strix Point und Krackan Point sowie die „Monster“-APU Strix Halo betreffen. Auch die aktuellen Handheld-Chips der Serie Ryzen Z2 nutzen RDNA 3.5.
Gerüchte um die Nachfolger (Ryzen Z3) zeichnen ein Bild von einer APU mit Zen-6-Kernen und „RDNA4m“. Letztlich soll es sich bei der Grafikeinheit aber nur um eine weiterentwickelte RDNA-3.5-GPU handeln. Sollte Huynh mit den neuen Produktlinien jene Ryzen-Z3-Serie gemeint haben? Demnach wären die neuen Handheld-Chips noch bis Ende 2026 zu erwarten.
Bereits zur Computex gab es ein regelrechtes Hickhack zum selben Thema. Zunächst hatten Aussagen auf der Messe in die Richtung gedeutet, dass FSR4 für RDNA 3.5 von AMD nicht freigegeben werden wird. Dann folgte aber ein offizielles Statement, dass diese Entscheidung noch gar nicht getroffen worden sei. Über zukünftige Pläne wollte man sich an dieser Stelle nicht äußern, aber weiterhin auf seine Kundschaft hören.
Auch wenn die jüngsten Aussagen von AMDs Grafikboss nun also doch FSR4 auf RDNA 3.5 vermuten lassen, steht eine offizielle Bestätigung dafür noch aus.