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Speicherkrise: Samsung soll Smartphone-Produktion um bis zu 30 Prozent senken
Samsung könnte seine Smartphone-Produktion im vierten Quartal deutlich reduzieren. Nach einem Bericht der koreanischen Zeitung Money Today hat Samsungs Sparte Mobile Experience (MX) bereits Zulieferer kontaktiert, damit diese ihre Produktionsmengen für die Monate Oktober bis Dezember um 20 bis 30 Prozent senken.
Der Bericht nennt für das Gesamtjahr rund 200 Millionen ausgelieferte Samsung-Smartphones. Zuvor waren jedoch etwa 270 Millionen erwartet worden. Als Grund für die mögliche Produktionskürzung führt der Bericht mal wieder die anhaltende Krise bei Speicherchips an. Besonders ins Gewicht falle demnach der Preisanstieg bei 12 GB LPDDR5X. Der Preis für 12 GB dieses Smartphone-Speichers sollen um 175 Prozent gestiegen sein.
Und hier beißt sich bei Samsung die Katze in den Schwanz. Denn was die Speichersparte freut, wird der Smartphone-Sparte zum Verhängnis. Dass die Smartphone-Sparte mit sinkenden Gewinnen und Absätzen aufgrund gestiegener Preise und nachlassendem Kaufinteresse zu kämpfen haben könnte, hatte bereits der Ausblick auf die Quartalsergebnisse gezeigt. Denn Samsung hat mit einem Plus von 800 Prozent beim Speichergeschäft mehr Gewinn gemacht, als der Konzern am Ende insgesamt, andere Konzernbereiche müssen somit Verlust gemacht haben.
Dass Samsung im vierten Quartal weniger Smartphones produziert als in anderen Zeiträumen, ist für sich allein genommen nicht ungewöhnlich. Die Produktion fällt traditionell niedriger aus, weil die Vorstellung der nächsten Galaxy-S-Smartphones rund im das Galaxy S27 schon wieder Anfang 2027 bevorsteht und man die Lager vorher nicht noch mit den aktuellen Geräten übermäßig füllen möchte. Die spekulierten Kürzung würde damit in einen Zeitraum fallen, in dem Samsungs Smartphone-Produktion ohnehin saisonbedingt geringer ist. Erste Gerüchte zum bevorstehenden Samsung Galaxy S27 gibt es bereits.