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Pariser Autosalon 2026: Weltpremieren von Renault bis BYD
Auf dem Pariser Autosalon dominieren französische Marken und chinesische Hersteller. Sie zeigen vom 12. bis 18. Oktober sehenswerte Welt- und Europapremieren.
Lothar Schupet, CEO von Zeekr Europe, bei der Vorstellung des Zeekr 9X.
Verglichen mit den Ankündigungen für 2026 wirken die vergangenen Ausgaben des Pariser Autosalons im Nachhinein eher wie eine Pflichtübung für die Aussteller. Doch vom 12. bis 18. Oktober (für das Publikum ab 13. Oktober) wird die Porte de Versailles tatsächlich wieder zur Bühne für echte Welt- und Europapremieren sowie eine ungewöhnlich große Zahl von Konzeptfahrzeugen. Renault und Stellantis nutzen das Heimspiel für einen regelrechten Ideenwettbewerb, chinesische Hersteller wie BYD, GAC, XPeng, Geely, Lynk & Co und Zeekr bringen wichtige Neuheiten nach Europa, während Leapmotor als chinesische Marke mit Stellantis als Großaktionär dabei eine interessante Zwischenstellung einnimmt. Mercedes, Audi, Volkswagen und Smart sind immerhin dabei. BMW und Mini dagegen nicht, beide Marken haben ihre zunächst angekündigte Teilnahme wieder abgesagt. Auch Porsche und Ferrari fehlen auf der Ausstellerliste.
Die Franzosen arbeiten an einer Renaissance ihrer traditionsreichen Marken als Elektroauto-Hersteller. Die 1898 gegründete Automarke Renault hat es mit den Elektroautos R4 (Test) und R5 E-Tech (Test) vorgemacht und legt jetzt nach. Der Renault 8 Gordini Concept ist eine elektrische Neuinterpretation des R8 Gordini aus dem Jahr 1964. Der 1,27 Meter niedrige Zweitürer treibt wie das Vorbild die Hinterräder an. Die 199 kW leistende Studie zeigt, wie Renault künftig emotionale Elektroautos unterhalb seiner Motorsportmarke Alpine inszenieren könnte.
Bei Alpine steht unter anderem die dritte, jetzt elektrische Generation der A110 im Mittelpunkt. Wer aber einen konkreten Ausblick erwartet, wird enttäuscht. Von der kommenden A110 zeigt Alpine in Paris lediglich eine Skulptur, die erstmals Proportionen und charakteristische Linien des neuen Modells erkennen lässt. Für deutlich mehr Aufsehen dürfte allerdings ein anderes Konzept sorgen: Alpine hat mit dem PS1 („Projet Spécial 1“) eine weitere Studie angekündigt, die in Paris ihre Weltpremiere bekommt. Dacia zeigt den elektrischen Kleinwagen Dacia Spring auf Basis der neuen Kleinwagenplattform RGEV Small von Renault, auf der auch der Renault Twingo (Test) aufbaut, und den Dacia Striker.
Stellantis will acht Marken und neun Konzeptfahrzeuge in die Hallen der Paris Expo Porte de Versailles bringen. Citroën dürfte ein vom 2CV inspiriertes, kleines Elektroauto auf die Bühne rollen, Peugeot stellt vermutlich eine elektrische Neufassung des legendären 205 Turbo 16 auf den Stand. Dazu passt, dass Peugeot den Namen E-T16 schützen ließ und häufig genug in Verbindung mit dem ikonischen Rallyeauto brachte, um den erwünschten Wiedererkennungseffekt zu unterstützen. Eine der sportlichen Marken des Konzerns, Alfa Romeo, enthüllt in Paris den Cuorerosso. Die Studie soll eine auf den Fahrer zugeschnittene Zukunftsvision mit italienischem Design, innovativer Technologie und Fahrspaß zeigen. Die Marke DS zeigt außer dem bekannten N°7 ein bislang namenloses „exploratives Concept Car“, das die künftige Designsprache der Stellantis-Marke ankündigen soll. Viel Raum für Spekulationen. Der Lancia Gamma, ein Mittelklasse-SUV auf der STLA-Medium-Plattform von Stellantis, erhältlich als Mildhybrid-, Plug-in-Hybrid- und batterieelektrische Version, wird erstmals auf dem Salon zu sehen sein.
Konkreter ist – wir sind immer noch bei Stellantis – Opel. Das STX Concept – Sports Tourer eXperimental – zeigt ein Steilheck und aktive Aerodynamikelemente. Opel bestätigt es zwar noch nicht, doch der STX dürfte einen Ausblick auf den nächsten Astra Sports Tourer geben.
Fiat setzt dagegen auf Praktikabilität. Das Multiplay Concept nimmt Ideen der historischen Multipla-Modelle auf, ohne ein simpler Retro-Van zu sein. Laut der italienischen Marke von Stellantis verbindet das Fahrzeug die offene Ladefläche u