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KI-Firmen müssen sich nach KI-Angriff in Australien erklären
KI-Firmen wie OpenAI und Anthropic haben großes Interesse an Australien, etwa um Rechenzentren zu bauen. Doch ein Übergriff eines KI-Agenten auf ein Regierungsportal wirft Fragen auf. Die Regierung will Gesetze verschärfen.
Vor dem regionalen Parlamentsgebäude in Sydney umringen Journalisten den Chef-Strategen von OpenAI. "Bist du hier, um dich zu entschuldigen?", ruft ihm einer der Journalisten zu. Jason Kwon läuft ruhig zum Eingang.
Drinnen vor den Parlamentariern bemüht sich Kwon um Schadensbegrenzung und entschuldigt sich gleich zu Beginn der Anhörung. Während interner Trainings hätten die KI-Modelle auf australische Regierungsseiten in einer Weise zugegriffen, zu der sie nicht angewiesen waren, sagt der Chef-Stratege des ChatGPT-Entwicklers OpenAI. "Das hätte nicht passieren dürfen." Und sie hätten die australische Regierung schneller über den Angriff informieren müssen.
Bei einer Recherche zu Statistiken hat sich ein KI-Agent in ein Portal der Krankenversicherung gehackt.
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Mehrere KI-Agenten von OpenAI hatten im Juni das wichtigste Gesundheitsportal des Landes gehackt und drei weitere Regierungs-Webseiten angegriffen. Ein Schwarm KI-Agenten hatte sich offenbar selbstständig gemacht - und war gemeinsam der Frage nachgegangen, wie sie auf die Regierungsseite zugreifen könnten, die sie ursprünglich geblockt hatte.
Sie lernten, Regeln zu umgehen und Sicherheitslücken auszunutzen - das geht aus veröffentlichten Gesprächsprotokollen der KI-Agenten hervor. Sie griffen nach Angaben von Australiens Premierminister Anthony Albanese auf öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheit zuständigen Statistikbehörde zu.
FAQ
29.09.2026
Wer zahlt die Schäden, wenn KI-Agenten in fremde IT eindringen? Teilweise ist das juristisches Neuland.
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Albanese zufolge ereignete sich der Vorfall bereits im Juni. OpenAI machte die australische Regierung jedoch erst im September auf den Vorfall aufmerksam und zwar in einer E-Mail an ein allgemeines Postfach, das nur einmal am Tag überprüft wird.
Premierminister Albanese sagte, er habe gegenüber OpenAI-Chef Sam Altman die große Besorgnis Australiens über den Vorfall zum Ausdruck gebracht. Außerdem sei er enttäuscht, dass das Unternehmen viel zu lange gebraucht habe, um die australische Regierung über die Ereignisse zu informieren.