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„Babylon Berlin“: ARD kündigt kostenloses Spiel zur Serie an
Zur fünften Staffel von „Babylon Berlin“ soll ein kostenloses Spiel kommen. Entwickelt hat es das preisgekrönte Berliner Studio Paintbucket Games.
„Eine Nacht im Moka Efti“ wird das Spiel zur deutschen Hit-Serie „Babylon Berlin“.
„Babylon Berlin“ läuft seit 2017 auf Sky und Das Erste und gilt als eine der aufwendigsten deutschen Serienproduktionen. Sie basiert auf den Kriminalromanen von Volker Kutscher und spielt im Berlin der späten Weimarer Republik. Wenn im September 2026 die fünfte Staffel startet, soll parallel dazu ein Videospiel erscheinen, das laut SWR den Titel „Eine Nacht im Moka Efti: Eine Babylon Berlin Story“ trägt und kostenlos auf Steam zum Download bereitstehen soll. Für die Umsetzung zeichnet das Berliner Studio Paintbucket Games verantwortlich.
In „Eine Nacht im Moka Efti“ schlüpfen Spieler in die Rolle der Gerichtsreporterin Gabriele Miersch, die sich im Berlin der späten Weimarer Republik bei einem gewissen Dr. Schmidt in Therapie befindet. Unter Hypnose kehrt sie immer wieder zu einer einzigen verhängnisvollen Nacht im Moka Efti zurück, einem realen Berliner Lokal in der Friedrichstraße, das in den 1920er-Jahren für sein Nachtleben bekannt war und auch in der Serie als zentraler Schauplatz dient.
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Was genau in jener Nacht geschah, wissen anfangs weder Spieler noch Gabriele selbst. Die Erinnerungen setzen sich erst nach und nach wie Puzzleteile zusammen. Das Spiel ist als nichtlineares narratives Rollenspiel angelegt, dessen Handlungsverlauf maßgeblich durch eigene Entscheidungen geprägt werden soll.
Das auf historische Spiele spezialisierte Paintbucket Games machte erstmals 2020 mit dem Debüt „Through the Darkest of Times“ auf sich aufmerksam, das sich um den Widerstand gegen das NS-Regime drehte. In „The Darkest Files“ ging es 2025 um eine Staatsanwältin, die NS-Verbrechen aufklärt. Der Titel räumte neben dem Hauptpreis auch die Kategorie „Bestes Serious Game“ ab. Neben dem Moka-Efti-Projekt steckt das Studio bereits mitten in der Arbeit an „SOKO 1977: Anti-Terror Task Force“, einem Deduktionsspiel mit Roguelike-Elementen, das gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung entsteht und für Anfang 2027 geplant ist.
Dass ein öffentlich-rechtlicher Sender ein Videospiel mitproduziert, ist kein Einzelfall mehr. Der europäische Kultursender Arte engagiert sich seit etwa 2012 in der Spieleproduktion und hat seitdem Dutzende Titel gefördert oder publiziert. Zuletzt erschienen das Adventure „Gloomy Eyes“ sowie das VR-Abenteuer „The Amusement“ vom deutschen Studio Curvature Games.
Die ARD hat während der letztjährigen Gamescom ein eigenes Games-Netzwerk vorgestellt, das Kompetenzen bündeln und künftige Entwicklungen der Anstalten besser abstimmen soll. Gefördert sollen vor allem Projekte werden, die Vielfalt fördern sowie demokratische Werte und Wissen vermitteln. Für den ÖRR sind Games ein wichtiges Medium, um Zielgruppen zu erreichen, die klassische Medienangebote kaum noch nutzen.