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Künstliche Intelligenz: Viele Menschen teilen ihre Daten nur aus Resignation mit der KI
von André Westphal
11. Okt. 2026 |
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Wer künstliche Intelligenz sinnvoll nutzen will, muss mit ihr meistens zwangsläufig viele Daten teilen. Mit je mehr Daten die KI gefüttert wird, desto passender und persönlicher kann sie auf eure Anfragen reagieren. Eine neue Studie zeigt jedoch: Viele Verbraucher erteilen KI den Zugriff auf ihre Daten eher aus Resignation als aus Überzeugung. Speziell in Deutschland ist das besonders oft der Fall.
In der Untersuchung bezeichnet man dies auch als "resignierte Einwilligung". Daraus ergibt sich ein eher paradoxes Szenario. Denn in der Umfrage gaben sechs von zehn Verbrauchern an, dass sie sich damit unwohl fühlen, einem KI-Assistenten Zugriff auf ihre Daten zu gewähren. Am Ende stimmen die meisten aber aus reiner Resignation dennoch zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, die in sieben Märkten durchgeführt worden ist. 11.000 Menschen wurden befragt - auch in Deutschland.
Lediglich 7 % der Befragten haben angegeben, sich uneingeschränkt wohl damit zu fühlen, KI-Assistenten wie ChatGPT bedingungslosen Zugriff auf ihre Daten zu gewähren. 17 % wiederum gewähren zwar den Zugriff, haben aber Bedenken. Das heißt, es gibt mehr Menschen, die sozusagen widerwillig der KI Zugriff gewähren. Dieses Muster zieht sich dabei quer durch Generationen und Geschlechter, weicht aber je nach Land ab.
So gibt es laut der Untersuchung in Deutschland besonders viele Verbraucher mit Hemmungen. 24 % der Befragten haben hierzulande so eine "resignierte Einwilligung" erteilt. In den USA sind es z. B. nur 10 %. Gleichzeitig lehnen aber auch in Deutschland am wenigsten Nutzer KI komplett ab - hierzulande sind es 16 % der Befragten, international liegt der Schnitt bei 23 %.
Dabei sind die Bedenken besonders groß, wenn es um Finanzdaten geht (64 %). Fast ein Viertel der Befragten (24 %) würde ein KI-Produkt eher komplett aufgeben, als ihm Zugriff auf Finanzdaten zu erteilen. Resignierte Einwilligungen gibt es stattdessen eher oft bei z. B. KI-Zugriffen auf Kalender, E-Mails oder sogar Gesundheitsdaten. Hier bleibt zwar das Unbehagen, aber die wiederholten Anfragen machen viele Anwender offenbar mürbe.
Das Urteil der Studie: Viele Menschen nutzen zwar KI und geben ihre Daten heraus, ein erheblicher Anteil tut das aber nur mit Unbehagen bzw. aus Resignation. Es wird also noch Arbeit seitens der Firmen brauchen, um die Menschen zu einer "ehrlichen" Zustimmung aus Überzeugung zu bringen. Sonst läuft KI Gefahr, dauerhaft Akzeptanzprobleme zu bekommen.
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