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PhotoCraft: Open-Source-Photoshop-Alternative für Windows, macOS und Linux
von Carsten Knobloch
12. Okt. 2026 |
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Auf GitHub sorgt derzeit ein weiteres Open-Source-Projekt für Aufmerksamkeit: PhotoCraft möchte eine quelloffene Alternative zu Adobe Photoshop auf den Plattformen Linux, macOS und Windows werden. Entwickelt in Rust, soll die Bildbearbeitung die vertraute Oberfläche und den gewohnten Funktionsumfang bieten, verzichtet dabei aber komplett auf schwerfällige Web-Frameworks wie Electron.
Das Projekt setzt laut Eigenbeschreibung auf eine native Architektur mit eigenem GPU-Compositor, um flotte Performance ohne Web-Wrapper zu liefern. Ein wichtiger Punkt für Umsteiger: Die Anwendung bietet Unterstützung für Photoshop-Dateien (.psd). Ebenenbasierte Dokumente lassen sich öffnen, direkt bearbeiten und wieder abspeichern.
Aktuell bringt die Software bereits Dutzende klassische Werkzeuge mit, darunter Pinsel, Stempel, Auswahlfunktionen und Filter. Bei den Farbräumen werden neben RGB auch CMYK und Lab mit verschiedenen Bittiefen unterstützt. Dazu kommt ein interessanter Ansatz bei der Automatisierung: Sämtliche Aktionen lassen sich über eine Kommandozeile (CLI) oder JSON-Schnittstellen ansteuern, was Skripte und externe Workflows erleichtern soll.
Trotz der beeindruckenden Liste an Features ist der Weg zum vollwertigen Ersatz steinig, ich will sogar fast sagen: unmöglich. Kritiker merken bei solchen KI-gestützten Nachbauten zu Recht an, dass eine vertraute Oberfläche schnell zusammengestellt ist, die eigentliche Härteprüfung aber in der tiefen Render-Performance, komplexen Pinselberechnungen und jahrelang gewachsenen Randfällen liegt.
Muss man mal sehen. So ein Projekt entsteht oft aus Vibe-Coding-Geschichten, lockt dann aber vielleicht auch echte Entwickler an. Photocraft hat laut GitHub-Seite mittlerweile über 200 Beitragende. Ich frage mich, wie viele von ihnen Nutzer sind, die Adobe so abgrundtief hassen, weil das Unternehmen echt krude Wege bei der Abokündigung gegangen ist.
Wer einen Blick auf PhotoCraft werfen möchte, findet den Quellcode und die jeweiligen Downloads direkt im GitHub-Repository. Scrollt auch mal runter, ganz unten hat man quasi noch eine Handvoll Apps im Angebot, die Adobe "ersetzen" sollen.
Noch befindet sich das Projekt in einer frühen Alpha-Phase, für den produktiven Produkteinsatz ist es also noch zu früh. Reinschauen lohnt sich für Neugierige aber allemal. Wie seht ihr das: Behaltet ihr solche Open-Source-Projekte im Auge oder bleibt Photoshop für euch unantastbar?
Grundsätzlich wisst ihr: Ich bin seit jeher Fan quelloffener Sachen. Allerdings ist es für mich immer traurig zu sehen, wenn großartige Projekte sterben. Oder wenn per KI einfach was rausgehauen wird, von dem nicht einmal der Ersteller weiß, was dort passiert. Und dann ist es eben manchmal so, dass solche flott hingeschusterten Projekte einfach brachliegen gelassen werden. Und das betrifft ja nicht nur wie im konkreten Fall Anwendungen, auch (Retro-)Games werden derzeit von A nach B portiert, natürlich ist das alles keine Grauzone mehr. Bin mal gespannt, wann es richtig knallt.
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