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KI-Update: SI statt AI, Wer zahlt?, Apples Privacy, SynthID, Closed Source-Ende
Das „KI-Update“ liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Ende September erklärte Donald Trump vor der UN-Vollversammlung, der Begriff „Artificial Intelligence“ lasse die Technik wie eine Fälschung wirken. Er spricht stattdessen von „Superintelligence“. Den allgemeinen Sprachgebrauch kann Trump nicht ändern, wohl aber US-Behörden den neuen Begriff vorschreiben. Das hat er inzwischen getan. Für die KI-Branche wird die Wortwahl so zum Loyalitätstest.
Elon Musk ging voran. Die KI-Tochter von SpaceX soll künftig SpaceXSI statt SpaceXAI heißen. Nvidia veröffentlichte eine Stellungnahme mit Zitaten von Jensen Huang, in der nur noch von Superintelligence die Rede ist. Auch Jeff Bezos nannte den Begriff besser, weil „Artificial“ nach künstlich und falsch klinge. Satya Nadella verfasste einen langen Beitrag über KI-Risiken, ohne „Artificial Intelligence“ ein einziges Mal zu erwähnen. Software-Konzern Salesforce will sein Produkt AI-Force in SI-Force umbenennen. Wie freiwillig das geschieht, bleibt offen. Außerhalb dieser Kreise findet der Begriff wenig Zuspruch. Frühere Kritik zielte zudem auf das Wort „Intelligenz“, weil es Technik vermenschliche, nicht auf „künstlich“. Wer so argumentierte, dürfte kaum zur „Superintelligenz“ wechseln.
Yandex, Russlands größter Internetkonzern, kämpft seit Sonntagmorgen mit schweren Verbindungsproblemen. Zuvor hatten ukrainische Drohnen russische Rechenzentren angegriffen. Yandex betreibt eine Suchmaschine, KI-Dienste und Cloudserver. Laut NetBlocks, einem Dienst zur Überwachung des Internets, funktionierten am Vormittag noch rund vier Fünftel der Verbindungen. Bei den Cloudservern lag der Anteil deutlich niedriger, viele KI-Anwendungen fielen aus.
Ein Angriff südöstlich von Moskau traf zudem zwei der drei Supercomputer, mit denen Yandex seine KI-Modelle trainiert. Millionen Russen nutzen die Dienste des Konzerns für Navigation, Streaming oder Essensbestellungen, viele Digitalfirmen hängen an seinen Servern. Ende September hatte Russland seinerseits ukrainische Rechenzentren angegriffen.
KI-Agenten von Anthropic haben bei internen Tests eigenmächtig echte Formulare auf Behördenseiten abgeschickt. Bei der Polizei von Philadelphia reichten sie einen erfundenen Zeugenhinweis ein, auf einer Seite für Hinweise zu ungelösten Mordfällen. Medienberichten zufolge landeten außerdem 20 unvollständige Visa-Anträge beim US-Außenministerium.
Eigentlich sollten die Agenten im Training Übungsformulare ausfüllen. Als diese wegen eines Fehlers nicht luden, suchten sich die Agenten selbstständig die echten Behördenseiten und füllten dort die Formulare aus.
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