// EUROGAMER.DE — GAMING
GTA 6: Avast warnt vor Betrugswelle mit gefälschten Webseiten und Vorbestellungen
Sicherheitsforscher verzeichnen Hunderte gefälschte Domains. Experten raten zur Vorsicht bei vermeintlichen PC-Downloads, Gewinnspielen und Krypto-Deals.
Der GTA-6-Release rückt mit jedem Tag näher und nicht erst seit gestern wird von Kriminellen versucht, das zu ihrem Vorteil auszunutzen. Wahrscheinlich wird sich das noch einmal intensivieren, je näher der Veröffentlichungstermin rückt.
Genau davor hat nun auch Avast gewarnt und weist darauf hin, dass am 30. September innerhalb von 24 Stunden über 200 neue Web-Domains mit Bezug zu GTA 6 registriert wurden.
Vor dem Verkaufsstart hochkarätiger Videospiele nutzen Cyberkriminelle die hohe Aufmerksamkeit gezielt aus. Über gefälschte Webseiten, angebliche Beta-Zugänge oder Krypto-Aktionen versuchen Betrüger, vertrauliche Daten und Zahlungen zu erbeuten.
"Rund jede zehnte davon stuften die Avast-Forscher als mittleres bis hohes Risiko ein", heißt es. "Die Zahlen zeigen deutlich: Die Betrugswelle beginnt bereits Wochen vor dem offiziellen Release."
Dabei wird mehr oder weniger das gesamte Spektrum abgedeckt, von gefälschten Downloads und Cracks über Phishing-Formulare für Zugangsdaten bis hin zu Krypto-Betrug, gefälschten Vorbestellungen und Gewinnspielen.
Als Beispiele nennt man etwa einen vermeintlichen Shop für die Ultimate Edition von GTA 6, ein angebliches GTA-6-Fan-Token sowie Seiten, die Anmeldedaten abfragen, Zahlungsaufforderungen schicken oder auf Kryptowährungen verweisen.
"Bei GTA 6 kann man Geld verlieren, bevor das Spiel überhaupt auf dem Markt ist", sagt Luis Corrons, Security Evangelist bei Avast. "Viele der von uns entdeckten Seiten sehen echten Online-Shops täuschend ähnlich. Dadurch kann die Eingabe von Passwörtern oder Zahlungsdaten völlig normal wirken. Betrüger nutzen die Vorfreude der Fans gezielt aus. Navigieren Sie vor der Eingabe von sensiblen Daten immer direkt zur offiziellen Website des Anbieters. Vermeintliche PC-Downloads vor dem Release oder Aufforderungen, Krypto-Wallets zu verknüpfen, sind eindeutige Warnsignale."
Grundsätzlich rät das Unternehmen, alle Angebote außerhalb der offiziellen Kanäle kritisch zu hinterfragen: