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Israel verweigert taz-Korrespondentin die Einreise
Offenbar in Verbindung mit ihrer kritischen Berichterstattung verweigert Israel der taz-Journalistin Bilanceri die Einreise. Sie spricht von einer schlechten Nachricht für die Pressefreiheit. Auch israelische Kollegen sind besorgt.
Es ist nicht das erste Mal, dass Serena Bilanceri in Israel Probleme bei der Ein- und Ausreise hat. Im Juli 2025 wollte sie von Tel Aviv nach Wien fliegen, um einen Journalistenpreis entgegenzunehmen. Am Flughafen wurde ihr Computer beschlagnahmt: Erst nach neun Tagen erhielt sie ihn zurück. Schwer beschädigt.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen untersuchte damals das Gerät und erklärte, ein Zugriff sei sehr wahrscheinlich. Jetzt wird der in Italien geborenen Korrespondentin der Tageszeitung taz für Israel und die palästinensischen Gebiete die Einreise gleich ganz verweigert:
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Auch einem italienischen Journalisten und einer französischen Reporterin wurde die Einreise bereits verweigert. Serena Bilanceri hatte zuletzt eine dreimonatige Aufenthaltsgenehmigung. Als die auslief, reiste sie aus. Ihr Antrag auf ein länger gültiges Arbeitsvisum wurde nicht genehmigt.
Dass das mit ihrer kritischen Berichterstattung über die israelische Regierung zusammenhängt, belegt eine Erklärung des "Ministeriums für Diasporaangelegenheiten und den Kampf gegen Antisemitismus": Darin wird aus zwei Kommentaren Bilanceris aus dem Jahr 2025 zitiert.
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Einer handelt von der erwiesenermaßen katastrophalen Lage im Gazastreifen im vergangenen Jahr, von Plänen der EU-Kommission, Israels Regierung deswegen zu sanktionieren und von der Tatsache, dass die Bundesregierung solche Sanktionen verhinderte. Bilanceri schreibt, Sanktionen wären ein "bitter notwendiges Zeichen an die israelische Regierung."
Ein anderer Kommentar handelt von der Gewalt durch jüdische Siedler im Westjordanland an Palästinensern, die bis heute unter der Regierung Netanjahu ein nie gekanntes Ausmaß erreicht hat. Bilanceri spricht von einer "radikalen Vertreibungsstrategie" und fordert wegen der Verletzung des Völkerrechts "finanzielle und militärische Sanktionen".
Insgesamt zehn Länder, darunter Großbritannien und Frankreich, haben inzwischen Sanktionen gegen die Siedlungen auf den Weg gebracht - Deutschland weiterhin nicht.