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Muse: Neues Feature „Brain Age“ schätzt das Alter des Gehirns
von Carsten Knobloch
13. Okt. 2026 |
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Der Wearable-Hersteller Muse (dahinter steht Interaxon) hat mit Brain Age eine neue Funktion für seine EEG-Headbands angekündigt. Das Feature ermittelt einen wöchentlichen Wert, der abbilden soll, wie alt das eigene Gehirn im Vergleich zum tatsächlichen Lebensalter erscheint. Während Fitnesstracker oder Smartwatches das biologische Alter meist über Puls, Schlaf und VO2max berechnen, greift Muse über Sensoren direkt auf die elektrische Aktivität des Gehirns zu.
In den Wert fließen zwei Komponenten ein. Zum einen erfasst das Stirnband die Gehirnaktivität während regulärer Sitzungen über vier Trockenelektroden auf der Stirn und hinter den Ohren. Zum anderen absolviert man vier kurze kognitive Tests, die Reaktions- und Verarbeitungsgeschwindigkeit, räumliches Gedächtnis, Impulskontrolle sowie selektive Aufmerksamkeit erfassen.
Ausgegeben wird das Ergebnis als Differenz in Jahren, das sogenannte Brain-Age-Gap. Die App zeigt euch also beispielsweise an, ob das Gehirn rechnerisch drei Jahre jünger oder zwei Jahre älter eingestuft wird. Laut Muse basiert die Schätzung auf einem Modell mit 300 Millionen Parametern und baut auf einer Studie auf, die im Fachjournal Imaging Neuroscience veröffentlicht wurde.
Für die allererste Auswertung setzt Muse mindestens zehn Minuten an Messungen mit geschlossenen Augen voraus, verteilt auf sieben Tage, sowie das Absolvieren der vier Tests. Um den Wert danach aktuell zu halten, reichen Sitzungen an drei Tagen pro Woche. Die Aktualisierung erfolgt jeweils montags für die vorangegangene Woche.
Muse weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um keinen diagnostischen oder medizinischen Test handelt. Erkrankungen wie Demenz oder kognitiver Abbau lassen sich damit weder feststellen noch vorhersagen.
Die Funktion wird zwischen dem 19. Oktober und dem 26. Oktober stufenweise in der Muse-App für iOS und Android verteilt. Kompatibel sind die Modelle Muse 2, Muse S und Muse S Athena.
Die erste Auswertung ist für alle Nutzer kostenlos. Wer die wöchentlichen Updates, den gesamten Verlauf und Detailanalysen dauerhaft nutzen möchte, muss zum kostenpflichtigen Abonnement Muse Premium greifen. Als Bundle mit Hardware liegt das Muse 2 inklusive Premium bei 314 Euro, für das Muse S Athena werden 499 Euro fällig.
Was ich davon halte? Ich würde mein Gehirn untersuchen lassen, sollte ich einmal daran denken, mir so ein Teil zuzulegen.
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