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„Castlevania: Belmont’s Curse“ ist ein schaurig schöner Tanz auf tausend Klingen
Knackige Rätsel, fordernde Bosse und eine packende Gruselatmosphäre: „Castlevania“ ist zurück und besser denn je.
Rose Belmont tritt das schwere Erbe ihrer Familie an. Doch die junge Vampirjägerin kämpft auch gegen einen eigenen Fluch.
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Zu Beginn der 2010er Jahre begann Konami seine großen Einzelspielermarken schleichend in einen Dornröschenschlaf zu versetzen und sie an den Mobile-Gaming-Tropf zu hängen. Für Fans von „Silent Hill“, „Metal Gear Solid“ und „Castlevania“ begann eine lange Durststrecke, die erst in den 2020ern enden sollte. Nach dem Kurswechsel machte sich Konami auf die Suche nach externen Expertenstudios und liefert seitdem ein gelungenes Comeback nach dem anderen ab. Zum 40. Jubiläum von „Castlevania“ blüht auch die Grusel-Reihe wieder auf und kehrt mit „Castlevania: Belmont’s Curse“ zu seinem 2D-Erkundungsformat zurück. Und ja, Konamis Erfolgsgeschichte geht weiter.
Die Geschichte von „Castlevania: Belmont’s Curse“ beginnt eigentlich mit „Dracula’s Curse“, dem dritten und letzten Teil der NES-Trilogie unter „Castlevania“-Schöpfer Hitoshi Akamatsu. Das Prequel spielt 215 Jahre vor dem ersten Teil und etablierte erstmals die jahrhundertelange Geschichte des Vampirjäger-Clans Belmont. „Dracula’s Curse“ führte gleich drei wichtige Charaktere ein: Trevor, den ersten Bezwinger Draculas, Alucard, Draculas aufmüpfigen Sohn und späteren Helden von „Symphony of the Night“, und die Magierin Sypha Belnades, die Trevor später heiraten sollte.
Diese Ehe begründete schließlich den Verbund zweier mächtiger Blutlinien und brachte eine neue Heldin hervor, die Fans knapp 37 Jahre später zum ersten Mal über den Bildschirm flimmern sehen: Rose Belmont. Als sich im Jahr 1499 ein Fluch über Paris legt und Gerüchte über Draculas Rückkehr durch das Land ziehen, reist Rose zusammen mit ihrem Vater in die französische Hauptstadt. Dort sucht sie aber nicht nur nach dem dunklen Fürsten, sondern auch nach Antworten und einer Heilung, denn auch sie trägt einen Fluch mit sich.
Spätestens mit dem Eintritt in Draculas gigantisches Schloss nach dem ersten Drittel dürften Fan-Herzen höher schlagen. Während die Straßen von Paris noch eher als Tutorialabschnitt dienen, an Spielmechaniken und Boss-Kämpfe heranführen, bricht mit dem Eintritt in das Horrorschloss ein wahres Metroidvania-Feuerwerk aus. „Belmont’s Curse“ atmet die über Jahrzehnte etablierte Lore der „Castlevania“-Spiele in jeder seiner Poren. Das fängt bei den für die 2D-Ableger typischen zerstörbaren Kerzenleuchtern an und endet bei der Rückkehr bekannter Figuren. Dazwischen gibt es zahlreiche trügerische Hinweise, mörderische Fallen und teilweise extrem knifflige Rätsel und Geheimnisse. Wer nicht aufpasst, schlittert schon nach knapp sechs Stunden in eine Falle, die das Spiel vorzeitig beendet.
Auch beim Monster-Design bedienen sich die Entwickler bei den Vorgängern und interpretieren viele Serienlieblinge neu. Deren oft fiesen Angriffsmuster hat Rose glücklicherweise einiges entgegenzusetzen und profitiert dabei von den übernatürlichen Fähigkeiten ihrer Eltern. Die junge Belmont ist nicht nur im Umgang mit insgesamt sieben Waffenarten geschult, sondern beherrscht auch Magie. Diese strömt in Form der Tarotkarten ihrer Mutter in die neue Heldin. Mit jedem besiegten Boss schalten Spieler eine neue Karte frei und lernen dadurch einen weiteren Zauber. Waffen hingegen sind mal mehr und mal weniger gut in der Spielwelt versteckt und in vier Seltenheitsstufen unterteilt, die mehr Schaden anrichten und neue Spezialangriffe mitbringen.
Natürlich dürfen in einem echten Metroidvania auch die besonderen Fähigkeiten nicht fehlen, durch die Spieler neue Areale erreichen. Evil Empire und Motion Twin haben sich dabei viele spannende Werkzeuge ausgedacht, mit denen sich Fallen und Parcours-Areale kreativ überstehen lassen. Mit dem heiligen Licht ka