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Epic Games: Künftige Spieleentwicklung soll auf KI-First setzen
von Carsten Knobloch
13. Okt. 2026 |
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Epic Games - Logo des Unternehmens hinter der Unreal Engine, Fortnite und Co.
Epic Games will die Entwicklung eigener Spiele offenbar radikal auf generative KI umstellen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge plant das Studio hinter Fortnite und der Unreal Engine, künftig auf einen sogenannten AI-First-Workflow zu setzen. Intern soll Mitarbeitern bereits mitgeteilt worden sein, dass es künftig quasi keinen handgeschriebenen Code mehr geben wird und auch Artworks sowie Spielgrafiken komplett über KI-Pipelines entstehen sollen. Entwickler würden primär als Kontrollinstanz fungieren, um die generierten Inhalte zu prüfen.
Der neue Ansatz soll erstmals bei einem noch unangekündigten Disney-Shooter zum Einsatz kommen. Der Titel bringt Charaktere aus dem Marvel- und Star-Wars-Universum zusammen, wurde intern bereits verschoben und war ursprünglich für März 2027 angesetzt. Bei der Produktion soll nun im großen Stil auf die Claude-Modelle von Anthropic zurückgegriffen werden.
Epics Sprecher Jake Jones wiegelt ein Stück weit ab und spricht offiziell von einer KI-beschleunigten Entwicklung, bei der die eigenen Entwickler weiterhin als kreative Visionäre am Steuer säßen. Intern stößt der drastische Kurswechsel nach Informationen aus Mitarbeiterkreisen allerdings auf spürbaren Gegenwind und Skepsis. Nicht ganz überraschend, wenn man bedenkt, dass Epic Games nach rückläufigen Einnahmen und Spielerzahlen bei Fortnite erst vor einiger Zeit rund 1.000 Stellen gestrichen hat.
Es ist nicht der erste Vorstoß von Epic in diese Richtung. Generative KI-Funktionen halten seit Längerem Einzug in die Unreal Engine und sollten auch zur Erstellung von Fortnite-Charakteren genutzt werden. Das stieß in der Branche nicht überall auf Gegenliebe: So zog beispielsweise Poncle, das Studio hinter Vampire Survivors, aus Protest eine geplante Fortnite-Kollaboration zurück.
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