// HEISE ONLINE — GAMING
„Hogwarts Legacy“ bekommt DLSS-5-Support
Nvidias KI-Rendering DLSS 5 kommt am 5. November in „Hogwarts Legacy“. Vorher soll ein neues Modell die Rechenlast halbieren.
Das Open-World-Spiel „Hogwarts Legacy“ bekommt am 5. November ein Update mit Nvidias KI-Rendering DLSS 5. Nach „NBA 2K27“ erhält damit das zweite Spiel offizielle Unterstützung für Neural Rendering, das Beleuchtung und Materialien mithilfe eines generativen KI-Modells überarbeitet. Die Technik läuft offiziell auf Grafikkarten der GeForce-RTX-50-Serie, auf Notebooks mit Nvidias ARM-Prozessor RTX Spark und im Cloud-Gaming-Dienst GeForce Now.
Mit dem Update bringt Entwickler Avalanche Software auch die übrigen DLSS-Techniken des Spiels auf den neuesten Stand, heißt es in einer Mitteilung von Nvidia. Das Spiel unterstützt bereits Multi Frame Generation und Ray Reconstruction. Avalanche habe die Regler des DLSS-5-SDK genutzt, um den künstlerischen Stil des Spiels zu erhalten. Ende November soll außerdem das Open-World-Rollenspiel „Where Winds Meet“ DLSS 5 bekommen.
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden.
Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer
Datenschutzerklärung.
„Hogwarts Legacy“ gehörte zu den Spielen, mit denen Nvidia DLSS 5 im März auf der GTC erstmals vorgestellt hatte. Gerade die Gesichter der Spielfiguren lösten damals heftige Kritik aus, weil das KI-Modell sie stark veränderte. Die neue Version zeigt sich in ersten Screenshots deutlich dezenter.
Nvidia verspricht zugleich deutlich bessere Performance: Ein überarbeitetes Modell soll nur noch die Hälfte der GPU-Last der September-Version erzeugen. Es ist mit rund 118 Millionen Parametern um 24 Prozent kleiner und belegt in 4K-Auflösung 20 Prozent weniger Videospeicher. Die Bildqualität soll dabei vergleichbar bleiben.
„NBA 2K27“ erhält das neue Modell als erstes Spiel am 16. Oktober, die Bildrate soll dort um bis zu Faktor 1,4 steigen. Halbiert wird also der Anteil von DLSS 5 an der Rechenzeit pro Bild, nicht die gesamte Rechenzeit. „Hogwarts Legacy“, „Where Winds Meet“ und künftige DLSS-5-Spiele sollen das neue Modell direkt zum Launch nutzen. Am 16. Oktober wird DLSS 5 auch auf den RTX-Spark-Notebooks freigeschaltet, die seit Kurzem vorbestellbar sind.
DLSS 5 kostete bislang enorm viel Leistung: Im Test der geleakten Vorabversion durch heise online halbierte das Neural Rendering die Bildrate. Eine GeForce RTX 5080 kam in „Kingdom Come Deliverance 2“ in 4K mit DLSS-Upscaling im Performance-Modus nicht über 40 Bilder pro Sekunde. Nvidia selbst bezifferte die Kosten des Modells in einem technischen Paper auf 8 Millisekunden pro Bild in 4K auf einer RTX 5090 – also feste Performance-Kosten, die sich ausschließlich durch das Verringern der Ausgabe-Auflösung reduzieren lassen.
Die Optimierung betrifft auch Besitzer älterer Grafikkarten: Nvidia hatte im September angekündigt, DLSS 5 doch noch auf RTX-40-Karten zu bringen, sobald die Leistung auf der RTX-50-Serie ausreichend abgestimmt ist. Einen Termin für die RTX-40-Serie nennt Nvidia in der aktuellen Mitteilung nicht. Inoffizielle Mod-Implementierungen von DLSS 5 unterstützen bereits RTX-40-GPUs und sogar noch ältere Modelle. Diese Mod-Versionen könnten ebenfalls von der neuen DLSS5-dll profitieren, die am 16. Oktober für „NBA 2k27“ erscheint.