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Wie gut ist Valor Mortis?: Das interessantes Soulslike seit Langem
Valor Mortis ist ein Soulslike. Aber eines der anderen Art: Setting, Gameplay und Kameraperspektive machen das Spiel interessant – und zwar mehr als aus rein akademischer Neugier. Rezensionen bescheinigen dem Titel Spaßpotential.
Das Setting ist für Videospiele tatsächlich Neuland. Valor Mortis spielt in einer verdüsternd verzerrten Version des Napoleonischen Zeitalters, inmitten des 19. Jahrhunderts. Anders als die Story, die als belanglos und vorhersehbar beschrieben wird, faszinieren die Schauplätze in Valor Mortis. Das Leveldesign macht einen guten Teil des Reizes aus: Es gebe zwar den üblichen Souls-Sumpf, darüber hinaus aber Schauplätze, die DualShockers „hervorragend“ findet.
Erkundet werden sie aus der Ego-Perspektive. Die steht dem Spaß meist nicht im Weg und öffnet das Spiel für eine weitere Zutat. Wie in Ghostrunner-Titeln von Entwickler One More Level nimmt Parkour eine wichtige Rolle ein. Der fühlt sich für IGN noch „ungeschliffen“ an, überzeugt ansonsten aber in der Regel.
Beim Kampf gibt es ein wenig mehr Licht und Schatten. Moniert werden relativ wenig Bosse, die nur in Teilen spektakuläre Begegnungen produzieren. Im Kampf greifen, schreiben Tester, Nah- und Fernkampfoptionen sowie Magie gut ineinander, Gegner wiederholen sich jedoch. Auch das Balancing trifft nicht immer.
GameStar berichtet von zähem Einstieg bis zum Freischalten von Upgrade-Optionen, der Game Informer hält die erste Hälfte von Valor Mortis für zu schwer. Im Allgemeinen passt der Grad der Forderung jedoch, Valor Mortis scheint zu den leichteren Soulslike-Titeln zu gehören – oder von zunehmender Erfahrung mit dem Genre zu profitieren.
Für die Spielzeit von 20 Stunden fühle sich Valor Mortis frisch an und profitiere von seinem Konzept, bilanziert Eurogamer deshalb. Am anderen Ende kritisiert IGN, dass sich die vielen Ideen noch nicht ganz zusammenfügen, vorrangig aufgrund technischer Probleme. Gemeinsamer Nenner ist dabei stets: Es lohnt sich, Valor Mortis gespielt zu haben – und zwar genau aufgrund seiner Ideen. Insofern ist der Titel auf jeden Fall einer, der sich zumindest für die Beobachtungsliste lohnt. Das legen auch Spieler nahe, die auf Steam bislang im Schnitt „sehr positiv“ urteilen.