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Zwei Halbleiter-Fabs: Globalfoundries nutzt japanisches Geld für große Erweiterung
Globalfoundries (GF) wird am Standort Malta im Bundesstaat New York zwei neue Fabriken bauen. Grundlage dafür ist eine „U.S.-Japan initiative“, was bedeutet, dass Japan primär dafür zahlen wird. Gerüchte vor einem Monat hatten solch ein Vorhaben bereits angedeutet, das Investitionsvolumen liegt bei 21 Milliarden US-Dollar.
Am Ende hat beim Gerücht vor gut vier Wochen nur die Investitionssumme nicht ganz gestimmt. Geldgeber der Ausbau-Aktion ist letztlich Japan, Globalfoundries stellt die Technologien und das Know-how zur Fertigung zur Verfügung und betreibt letztlich auch die Fabriken.
Japan will provide the investment, while GF will contribute its differentiated technologies, manufacturing expertise and proven operational capabilities as technology provider and operator.
Dass am Ende sogar zwei Fabriken entstehen, ist überraschend, jedoch einmal mehr der Fertigung mit nicht absoluten High-End-Strukturen geschuldet – sonst wären die Anlagen mehr als doppelt so teuer. Zum Vergleich: TSMCs Fabrik in Deutschland für 28/22-nm-Chips (und später eventuell auch 16/12 nm) kostet auch rund 10 Milliarden Euro. Denn Globalfoundries braucht, ebenso wie TSMC hierzulande, beispielsweise keine teuren EUV-Systeme, da sie keine Fertigungsprozesse in dieser Liga haben, klassische Bulk-FinFET- und vor allem auch SOI-Fertigung mit durchsatzstarken DUV-Systemen sind das Steckenpferd von Globalfoundries.
Für die erste Fabrik soll noch in diesem Jahr der Grundstein gelegt werden; und bereits 2029 soll sie zur Verfügung stehen. Das Ziel ist es, im endgültigen Ausbau dort eine Kapazität von bis zu 900.000 Wafern der 300-mm-Größe pro Jahr anzubieten. Bereits erwähnte rund zehn Milliarden US-Dollar werden dafür veranschlagt. Die zweite Fabrik soll später noch einmal eine ähnliche Kapazität bieten, auch für sie sind zehn Milliarden US-Dollar als Investition geplant. Am Ende sollen „über 1.000“ neue Angestellte so bei Globalfoundries hinzukommen, viele weitere Arbeitsplätze zuvor durch den Bau und das Zulieferumfeld.
Globalfoundries musste aber auch einigen Bedingungen zustimmen, die aus dem politischen Deal erwachsen sind. Die neue Vereinbarung mit dem U.S. Department of Commerce sieht vor, dass bereits gezahlte 955 Millionen US-Dollar aus dem CHIPS and Science Act für die Forschung und Entwicklung von silicon photonics, silicon-germanium (SiGe) and advanced packaging at its facilities in Malta, New York, and Burlington, Vermont gehen müssen. Globalfoundries wurden 2024 1,5 Milliarden an Subventionen zugesprochen.
Nicht weniger interessant ist dabei ein weiterer Baustein nach Intel-Vorbild: Das U.S. Department of Commerce wird rund 4 Prozent der GF-Aktien erhalten und will so die Bevölkerung vom Wachstum von GF profitieren lassen, heißt es in der Pressemeldung. Bei Intel führte der Einstieg der US-Regierung zu großen Gewinnen.
GF has also agreed with the U.S. Department of Commerce to amend its existing CHIPS and Science Act award to reallocate $955 million and accelerate the company’s investments in silicon photonics, silicon-germanium (SiGe) and advanced packaging at its facilities in Malta, New York, and Burlington, Vermont.
In a separate agreement, the U.S. Department of Commerce will receive equity in GF of approximately four percent, further enabling the American public to share in GF’s growth.