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Social-Media-Verbot unter 13 Jahren und KI-Seepferdchen geplant
von Carsten Knobloch
14. Okt. 2026 |
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Die Bundesregierung zieht beim Jugendschutz im Netz die Zügel an und hat ein entsprechendes Eckpunktepapier vorgelegt. Bis ein geplanter EU Kids Act auf europäischer Ebene greift, soll es in Deutschland über eine Novelle des Jugendschutzgesetzes eine Übergangslösung geben. Diese untersagt Kindern unter 13 Jahren die Nutzung sozialer Netzwerke grundsätzlich, ausgenommen sind lediglich nachweislich kindgerechte Angebote. Für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren sind abgestufte Nutzungsbeschränkungen vorgesehen.
Auf europäischer Ebene setzt sich die Regierung zudem für ein Verbot suchtfördernder Mechanismen ein. Algorithmische Empfehlungssysteme und endlose Feeds sollen standardmäßig deaktiviert sein, sodass Nutzer sie aktiv per Opt-in einschalten müssen.
Für den eigentlichen Altersnachweis soll ab 2027 die deutsche EUDI-Wallet d-you herhalten. Diese soll datensparsam arbeiten und Plattformen lediglich das Erreichen eines Mindestalters bestätigen, ohne weitere persönliche Ausweisdaten zu übermitteln. Eventuelle Bußgelder gegen Plattformen sollen zweckgebunden in medienpädagogische Projekte fließen.
Neben Verboten stehen Bildung und Gesundheit auf dem Plan. Für Grundschüler soll bundesweit ein sogenanntes KI-Seepferdchen eingeführt werden, um frühzeitig den Umgang mit KI-Werkzeugen zu vermitteln.
Gleichzeitig wandert das Thema Medienkonsum direkt in das gelbe Untersuchungsheft: Bei der neuen Früherkennungsuntersuchung U10 für Neun- bis Zehnjährige sowie der J1 wird die Beratung zu Risiken digitaler Medien fester Bestandteil.
Und ich wäre auch bei manchen Erwachsenen für den Internet-Führerschein. Aber mich fragt ja keiner. Vielleicht auch besser so. Letzten Endes sind in vielen Dingen auch einmal die Eltern gefordert, doch wenn man manche so sieht, dann drücken die ihrem Kind dauerhaft ein Tablet ohne Erklärung in die Hand. Einfach um Ruhe zu haben und sich bei fucking Instagram zu Tode zu scrollen.
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