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Ubisoft schließt RedLynx und verkleines das Team von Black Flag
Die Entlassungswelle geht weiter: Die Macher der Trials-Reihe müssen komplett schließen, während bei den Entwicklern von Assassin's Creed in Singapur 70 Stellen wegfallen.
Die Entlassungswellen in der Spielebranche reißen nicht ab. Ubisoft hat angekündigt, das finnische Studio RedLynx zu schließen – die Macher der Trials-Reihe. Außerdem kommt es bei Ubisoft Singapore, dem Entwicklerteam hinter Assassin's Creed: Black Flag Resynced, zu einem massiven Stellenabbau.
"Wir haben unsere Teams heute über den Plan informiert, RedLynx in Finnland zu schließen", erklärte Ubisoft in einem Eurogamer vorliegenden Statement. Diese Entscheidung hänge noch von lokalen Verhandlungsverfahren ab und betreffe bis zu 52 Stellen. "Bei Ubisoft Singapore fallen zudem 70 Positionen weg, um das Studio auf kommende Produktionsanforderungen auszurichten. Das Studio bleibt jedoch weiterhin ein wichtiger Bestandteil der globalen Produktionsstruktur von Ubisoft."
Weiter heißt es: "Wir schätzen die Arbeit beider Teams enorm und wissen, wie schwer diese Situation für unsere Kolleginnen und Kollegen sein kann. Wir werden unsere Teams während dieses gesamten Prozesses unterstützen und mit größter Sorgfalt und Respekt handeln."
Zu den genauen Gründen für das Aus von RedLynx äußerte sich Ubisoft nicht. Allerdings war der letzte große eigenständige Release des Studios das 2019 erschienene Trials Rising. Seitdem dürfte das Team primär als Support-Studio ausgeholfen haben. Gleichzeitig krempelt Ubisoft aktuell seine komplette Unternehmensstruktur um. So wurden diverse große Marken in die neue Tochtergesellschaft Vantage ausgelagert, während das Label Ubisoft Massive ausgeweitet wird, um künftig noch mehr eigene Franchises abzudecken.
Ubisoft hatte RedLynx im Jahr 2011 nach dem riesigen Durchbruch von Trials HD übernommen – einem Motorrad-Plattformer mit starken Rätsel-Elementen. Eurogamer war damals schwer begeistert von Trials HD, und ich habe RedLynx kurz nach dem Release besucht, um mehr darüber herauszufinden, wie die Idee zum Spiel entstand. Die damaligen Studioleiter, Tero Virtala und Antti Ilvessuo, gehen mittlerweile längst eigene Wege. Virtala wurde bekanntlich CEO von Remedy Entertainment (einen Posten, den er kürzlich räumte). Ilvessuo – der Schöpfer von Trials – gründete das neue Studio Channel 37, um das maritime Crafting-Survival-Spiel The Last Caretaker zu entwickeln. Der Titel schlägt sich auf Steam im Early Access übrigens ziemlich gut und steuert nun auf seinen 1.0-Release im Frühjahr 2027 für PC und Xbox zu.
Auf die heutigen Nachrichten reagierte Ilvessuo gegenüber Eurogamer wie folgt: "Ich bin stolz auf das, was wir bei RedLynx aufgebaut haben, aber mein Teil dieser Geschichte ist schon vor Jahren zu Ende gegangen. Im Jahr 2012 startete das große Rätsel von Trials Evolution, und das letzte Kapitel ist für 2113 angesetzt. Selbst ein Projekt, das wir damals erschaffen haben, hat also den Großteil seiner Zukunft noch vor sich.
"Ich weiß nicht, wer – oder was – diese Kiste öffnen wird. Aber jemand muss sich genug dafür interessieren, um den Schlüssel bis dorthin zu tragen. Das ist es, was am Ende zählt. Etwas zu erschaffen, das auch in Zukunft noch Bedeutung, Gewicht und Geschichte in einer Welt hat, die dann vielleicht völlig anders aussieht. Weiter geht's!"
Assassin's Creed: Black Flag Resynced erfreut sich derweil großer Beliebtheit und knackte in nur zwei Wochen locker die Marke von 3,5 Millionen Verkäufen. Zudem befindet sich Berichten zufolge eine Version für die Switch 2 in Arbeit. Dom vergab in unserem Test zu Assassin's Creed: Black Flag Resynced übrigens drei von fünf Sternen.