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KDE veröffentlicht Plasma 6.8 zum 30-jährigen Jubiläum
Das KDE-Projekt hat die Desktop-Umgebung Plasma 6.8 pünktlich zum 30. Jahrestag der Gemeinschaft angekündigt. Die neue Version umfasst unter anderem eine integrierte Verweilklick-Funktion, Erweiterungen für die Fernsteuerung von Arbeitsflächen und zusätzliche Aufnahmeoptionen für Bildschirmvideos.
„Ich gebe zu, das Ganze klingt ein bisschen wie Fantasie. Aber ich meine es sehr ernst. Jeder, mit dem ich im Netz spreche, würde sich über einen etwas übersichtlicheren Desktop freuen. Qt bietet die Chance, dies zu verwirklichen. Lasst uns also unsere knappe Freizeit bündeln und es einfach angehen!“ mit diesen Worten schließt die Mail, mit der Matthias Ettrich im Oktober 1996 im Usenet zur Mitarbeit am Kool Desktop Environment aufgerufen hat. Im Jahr 1998 erschien KDE 1.0.
Nach 30 Jahren ist der KDE Plasma Desktop zu einem Großprojekt gereift. Und die neue Version Plasma 6.8 bringt Features, die vor 30 Jahren noch undenkbar gewesen sind. So sorgt die Verweilklick-Funktion dafür, dass ein Mausklick ausgelöst wird, sobald der Mauszeiger für eine bestimmte Zeit stillsteht. Die Funktion richtet sich insbesondere an Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit und benötigt keine zusätzliche Anwendung. Der Systemmonitor ermöglicht es, rechenintensive Prozesse gezielt bestimmten Prozessoren zuzuweisen.
Auch die Fernsteuerung von Arbeitsflächen bietet Neues. Plasma 6.8 soll die Übertragung bei langsamen Netzwerkverbindungen verbessern und die Reaktionszeit bei häufig wechselnden Bildschirminhalten verringern. Ein optionaler Exklusivmodus kann den Bildschirm des entfernten Rechners sperren und stattdessen einen virtuellen Bildschirm in der Größe des Client-Fensters bereitstellen. Zudem synchronisiert das System die Zwischenablage in beide Richtungen, sodass sich Inhalte zwischen den verbundenen Rechnern austauschen lassen.
Das Screenshot- und Aufnahmeprogramm Spectacle kann bei Bildschirmaufzeichnungen künftig optional sowohl den Systemton als auch das Mikrofonsignal aufnehmen. Damit lassen sich beispielsweise gesprochene Kommentare direkt in eine Aufzeichnung integrieren.
Mit Plasma 6.8 will das KDE-Projekt die Desktop-Umgebung technisch weiterentwickeln und die Grundlage für künftige Versionen schaffen. Die Ankündigung nennt weitere Details und bietet einen Blick in die Historie des Projekts.
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