// LINUX-MAGAZIN — LINUX & OPEN SOURCE
Spion bei OpenAI war Saudi
(C) unter Verwendung eines Motivs von Andrei Suslov / 123RF.com
Wie nun bekannt wurde, ist der vom FBI festgenommene und von OpenAI inzwischen entlassene Mitarbeiter, der hinter einem Fernseher in einem Besprechungsraum für Führungskräfte eine Wanze versteckt hatte, ein Saudi.
Abdulrahman Alfozan, so sein Name, hat am Massachusetts Institute of Technology studiert und zunächst bei Meta gearbeitet, bevor er im vergangenen Jahr bei OpenAI eingestellt wurde. Er lebte zu dieser Zeit seit über 10 Jahren mit einer Greencard in den USA. Seine Festnahme ließ Debatten darüber wieder aufleben, wie sicher die großen KI-Unternehmen sind, die einerseits auf die Einstellung ausländischer Fachkräfte angewiesen sind und andererseits im stark umkämpften KI-Markt zum Ziel internationaler Spionage werden.
Wie die New York Times berichtet, wurde Alfozan eine Überwachungskamera zum Verhängnis, die OpenAI-Mitarbeiter in dem Besprechungsraum installiert hatten und deren Bilder zeigen, wie er hinter dem Fernseher hantiert. Außerdem fand der OpenAI-Sicherheitsdienst bei ihm später eine zweite Wanze. Hinzukommt, dass im vergangenen Monat laut der Anklageschrift ein KI-Chatbot-Konto, das mit der Ehefrau von Herrn Alfozan verknüpft war, genutzt wurde, um zu erfragen, wie man einen kontinuierlichen Audiorecorder baut, ihn mit WLAN-Konnektivität ausstattet, seine Speicherkarte verschlüsselt und seine Aktivitäten verbirgt. Herr Alfozan bat ein KI-Tool, eine Liste der Besprechungsräume in den Büros von OpenAI aufzustellen, und erkundigte sich nach Standorten für “Führungskräfte und die Geschäftsleitung”, so die Staatsanwaltschaft.
Die Situation werde angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs noch komplizierter, sagte Chris McGuire, Senior Fellow für China und neue Technologien beim Council on Foreign Relations und Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates während der Biden-Regierung. “Diese Technologie ist zu leistungsfähig, als dass [Länder außerhalb der USA und Chinas] sie ignorieren könnten, und der schnellste und kostengünstigste Weg, die eigenen Fähigkeiten auszubauen, ist, sie zu stehlen”, fügte er hinzu.
Die US-Regierung hat sich noch nicht dazu geäußert, ob Alfozan allein oder als Agent einer ausländischen Regierung gehandelt hat. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass die US-Regierung die letztgenannte Möglichkeit prüft, so McGuire.
Sechs Hersteller von Open-Source-Software haben die Open Productivity Software GmbH gegründet. Das teilte das neue Unternehmen Open Productivity in Berlin mit. Das Gemeinschaftsprojekt hat das Ziel, die Office- und Kollaborationsplattform openDesk bei Unternehmen und Betreibern kritischer...
Meta kehrt mit Muse Spark Open zur Open-Weights-Tradition seiner Llama-Modelle zurück, und auch Black Forest Labs veröffentlicht ein neues Modell mit offenen Gewichten, das unter bestimmten Bedingungen kostenlos genutzt werden kann.
Das Zwischenrelease kommt mit dem aktuellen GNOME 51-Desktop, einer neuen Speech-to-Text-Funktion und verbesserter Performanz.
Das Linux-Kernel-Team wird wohl eine Regel entfernen, durch die Arbeiten an der Codebasis gekennzeichnet werden sollen, wenn sie durch KI-Tools unterstützt wurden.