// STADT-BREMERHAVEN — MOBILE & WEB
Plezy: Multi-Server-Client fürs Video-Streaming mit vielen Neuerungen
von Carsten Knobloch
17. Okt. 2026 |
1
Über Plezy hatte ich hier im Blog schon berichtet, als die Entwickler unter anderem Android TV und Live-TV nachgereicht hatten. Für alle, die die App noch nicht auf dem Schirm haben: Plezy versteht sich als moderner, quelloffener Client, der sich nicht nur mit Plex versteht, sondern auch Jellyfin und Emby anzapfen kann. Verfügbar ist das Ganze auf so ziemlich allen gängigen Plattformen von Android und iOS über Apple TV bis hin zu Windows, macOS und Linux. In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich bei dem Projekt wieder einiges getan, was mit dem aktuellen Release 2.23.0 einen guten Anlass für einen Überblick bietet.
Einer der größten technischen Schritte betrifft Android: Hier hat Plezy die Wiedergabe standardmäßig auf ein MPV-Backend umgestellt, während ExoPlayer in den Einstellungen weiterhin als Alternative bereitsteht. Das bringt unter anderem sauberes Deinterlacing für älteres Material, native 10-Bit- und HDR-Ausgabe sowie manuelle Anpassungen über eine eigene `mpv.conf` mit. Zudem lässt sich Dolby Vision bei Bedarf deaktivieren, um stattdessen den HDR10- oder HLG-Layer auf Android und Apple TV zu nutzen. Praktisch für Heimkino-Setups mit breiter Leinwand: Untertitel lassen sich im MPV-Player bis weit nach unten in die schwarzen Balken verschieben.
Auch beim Ton hat sich viel getan. Android TV beherrscht echtes Bitstream-Passthrough für Formate wie TrueHD, DTS-HD MA oder E-AC3. Für Musikliebhaber gibt es Gapless-Playback bei Plex-Alben, und die Tonspurauswahl unterscheidet nun DTS-Varianten sauber von ihrem Kern.
Beim Thema Live-Fernsehen haben die Entwickler nachgelegt. Nutzer von Jellyfin und Emby können Sendungen direkt über den EPG aufnehmen und programmieren. Zudem lässt sich der TV-Guide nun gezielt nach Sendern und laufenden Sendungen durchsuchen.
Die allgemeine Suche gräbt sich inzwischen nicht nur durch Filmtitel, sondern findet auch Schauspieler und Regisseure über alle angebundenen Server hinweg. Sollte ein Server im Verbund mal offline sein oder klemmen, blockiert das nicht mehr die Suchergebnisse der restlichen Server.
In Version 2.23.0 wurden vor allem die Downloads überarbeitet. Heruntergeladene Filme und Serien lassen sich jetzt direkt nach Sammlungen (Collections) sortieren und in einer eigenen Offline-Ansicht nutzen. Fehlgeschlagene Downloads können gebündelt im Paket neu gestartet werden, und unterbrochene Downloads auf Android setzen nahtlos an der Abbruchstelle fort.
Ebenfalls spannend für viele Setups: Plezy bindet Request-Dienste wie Seerr und Jellyseerr ein. Anfragen für neue Medien lassen sich direkt aus den Discover-Hubs und der Suche heraus anstoßen. Dazu kommen Watch-Together-Räume für gemeinsame Serienabende, Unterstützung für externe Player wie Infuse auf Apple TV und offizielle Flatpak-Pakete für Linux-Nutzer. Den Download bekommt ihr hier.
Und bei mir daheim? Tatsächlich Plex, wenn es nicht anders geht oder eben Infuse. Aber auch eine Infuse-Instanz ist am Start. Man muss ja alles im Auge behalten. Pley ist es halt nur noch wegen der damals geschossenen Lifetime-Mitgliedschaft, bei den jetzigen Preisen inkl. Abo hätte ich schon lange "Arschlecken" gesagt.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.