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The Bad Karmas im Test: Warum der Boss-Battler die Killer-App für die Teburu-Konsole sein könnte
Clevere Technik und taktische Bosskämpfe verschmelzen zu einem außergewöhnlichen Spielerlebnis.
Schon von der Brettspiel-Konsole Teburu gehört? Nein? Dann solltet ihr vielleicht einen Blick in meinen Testbericht zu „Vampire: The Masquerade – Uprising“ werfen. Kurz gesagt, das Teil ist eine Schnittstelle, die analoges Material mit digitalen Endgeräten verbindet und so die perfekte Liaison aus Brett- und Videospiel erschafft.
Kleiner Haken: Schon allein die Konsole kostet rund 120 € und dann ist da immer noch kein Spiel dabei. Die Einstiegshürde ist also nicht gerade gering, zumal für die Konsole bislang gerade einmal zwei mickrige Titel erschienen sind: das eben erwähnte Vampire sowie The Bad Karmas and the Curse of the Zodiac. Eine übersichtliche Anzahl, die es mir aber immerhin ermöglicht, das Teburu-Komplett-Set auszuprobieren.
Teburu ist ein innovatives Gaming-System, das analoge Brettspiele mit digitalen Endgeräten verbindet. Das smarte Spielbrett erfasst dank RFID-Technologie in den Miniaturen-Sockeln deren Bewegungen in Echtzeit und überträgt das Geschehen nahtlos auf Tablets, Smartphones oder den PC.
Die technischen Voraussetzungen sind bei The Bad Karmas die gleichen wie bei Vampire: The Masquerade. Vom Teburu-Board selbst einmal abgesehen wird mindestens noch ein Smartgerät benötigt, optimalerweise eines mit einem etwas größeren Screen. Optional kann jeder Spieler noch sein eigenes Smartphone in die Partie einbinden und als persönlichen Controller verwenden. Die Einrichtung hat reibungslos funktioniert: ein paar Klicks, und schon waren alle Geräte mit der Konsole verbunden. Trotzdem bietet The Bad Karmas ein völlig anderes Erlebnis. Der sehr storylastige Ansatz aus Vampire ist einer dynamischen und actionreichen Spielidee gewichen. Statt ellenlanger Texte dürft ihr euch diesmal über packende Schlachten mit epischen Boss-Monstern freuen. Der Kampf ist das zentrale Element von The Bad Karmas.
Vor euch liegt ein ziemlich klassischer Boss-Battler. Als Gruppe bündelt ihr eure grundverschiedenen Kräfte, um euch gemeinsam gegen einen übermächtigen Superschurken zu stemmen, der die Welt in Schutt und Asche legen will. Insgesamt liegen der dicken Verpackung vier beeindruckend große Monster-Miniaturen bei: die namensgebenden Zodiacs. Heldenfiguren gibt es natürlich auch, fünf Stück an der Zahl, jede davon mit völlig unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Ganz grob lassen sich die Charaktere in die üblichen Profile Tank, Damage-Dealer, Supporter & Co. einsortieren, ihr kennt das ja. Technische Besonderheit bei den Helden-Minis: Sie sind mit Funk-Tags in den Sockeln ausgestattet. Per RFID-Technik interagieren sie mit dem Teburu-Board. Es funktioniert fantastisch. Ihr müsst lediglich die Figur auf dem Brett verschieben; das gekoppelte Endgerät erkennt die Bewegung sofort und bildet die neue Position auf der digitalen Übersichtskarte ab.
Schön und gut, aber wozu brauche ich dann überhaupt so eine teure Brettspiel-Konsole, wenn am Ende doch alles auf dem Bildschirm wiedergegeben wird? Diesen Vorwurf muss sich The Bad Karmas, wie so viele andere analoge Titel mit App-Unterstützung, gefallen lassen. Es stimmt, theoretisch ließe sich alles rein digital abbilden. Jeder Held würde mit seinem Gerät im stillen Kämmerlein hocken und das Programm könnte problemlos alle Fäden wieder zusammenlaufen lassen. Das wäre funktional, würde aber auch nur halb so viel Spaß machen. The Bad Karmas gelingt das Kunststück, die Aufmerksamkeit zu einem großen Teil auf dem analogen Spielbrett zu belassen. Die Übersicht über das Kampfgeschehen wird auf dem Tisch am besten dargestellt.
Die Positionierung des Boss-Gegners und der Heldencharaktere sowie etwaiger Hindernisse spielt in einem taktisch geprägten Titel wie diesem natürlich eine bedeutsame Rolle. Hier könnt ihr gemeinsam über dem Spielfeld brüten und euch die beste Vorgehensweise überlegen. Während der Tank möglicherweise frontal die Aufmerksamkeit des Gegners auf sich zieht, kann sich die Att