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ÖPNV: Fahrgastzahlen im Nahverkehr legen 2025 leicht zu
von Carsten Knobloch
18. Okt. 2026 |
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Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat die vorläufigen Zahlen zum öffentlichen Nahverkehr für das Jahr 2025 vorgelegt. Unterm Strich waren wieder mehr Menschen mit Bus und Bahn unterwegs: Sowohl im Eisenbahn- als auch im Busnahverkehr stieg das Fahrgastaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um jeweils rund 2 Prozent.
Im Eisenbahnnahverkehr wurden 2025 insgesamt 2,8 Milliarden Fahrgäste gezählt. Die gesamte Beförderungsleistung kletterte dabei um 3 Prozent auf 66 Milliarden Personenkilometer. Bei den Linienbussen waren es 5,5 Milliarden Fahrgäste, während die Beförderungsleistung mit 39 Milliarden Personenkilometern auf dem Niveau des Vorjahres verharrte. Bei den Straßenbahnen gab es keine Veränderung: Hier nutzten wie im Vorjahr 3,9 Milliarden Menschen das Angebot und legten zusammen 17 Milliarden Personenkilometer zurück.
Blickt man weiter zurück, fällt das Bild differenzierter aus. Im Vergleich zum Jahr 2015 waren 2025 im Eisenbahnnahverkehr zwar 10 Prozent mehr Fahrgäste unterwegs, der eigentliche Zuwachs fand allerdings zwischen 2015 und 2019 statt. Seit 2019 legte die Zahl der Fahrgäste im Zug nur noch um 1 Prozent zu. Die durchschnittliche Reiseweite stieg in dieser Dekade von 21 auf 23 Kilometer. Schon spannend, was so an Statistiken erhoben wird, nicht wahr?
Bei den Bussen lagen die 5,5 Milliarden Fahrgäste in etwa auf dem Vor-Corona-Niveau von 2019 und rund 1 Prozent über dem Stand von 2015. Die typische Fahrtstrecke blieb mit etwa 7 Kilometern unverändert. Straßenbahnen wurden 2025 sogar von 5 Prozent weniger Menschen genutzt als noch 2019, liegen aber ebenfalls 1 Prozent über den Werten aus dem Jahr 2015. Eine durchschnittliche Fahrt mit der Tram war gut 4 Kilometer lang.
Destatis weist darauf hin, dass die Zahlen mit gewissen Unsicherheiten behaftet sind. Da automatisierte Zählsysteme nach wie vor nicht flächendeckend verbaut sind und das Deutschlandticket sowohl regional als auch zentral über diverse Kanäle vertrieben wird, fehlt den Verkehrsunternehmen oft die genaue Übersicht zur tatsächlichen Nutzung vor Ort. Das könnte vor allem beim Busnahverkehr zu einer leichten Untererfassung geführt haben.
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