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Zurück in die 90er: Super Nt+ und Mega Sg+ bringen SNES und Mega Drive zurück
Mit Super Nt+ und Mega Sg+ legt Analogue seine längst vergriffenen Replikate von Super Nintendo und Sega Mega Drive neu auf. Beide Konsolen nehmen weiterhin originale Spielmodule auf, bieten jetzt aber unter anderem Bluetooth und USB-C. Reservierungen sind ab dem 19. Oktober möglich, der Versand soll im Dezember beginnen.
Der Super Nt+ spielt SNES- und Super-Famicom-Module, der Mega Sg+ ist für Titel des Sega Mega Drive beziehungsweise Genesis ausgelegt. Beide Konsolen unterstützen Module unabhängig von deren Ursprungsland, also sowohl PAL- als auch NTSC-Versionen.
Beim Mega Sg+ gehört ein Zwischenstück für Master-System-Module zum Umfang dazu. Mit weiteren, separat erhältlichen Adaptern lassen sich unter anderem Spiele des Game Gear und SG-1000 nutzen. Auch ein vorhandenes Mega CD kann angeschlossen werden.
Wie schon bei den Vorgängermodellen arbeitet in beiden Konsolen ein Altera Cyclone V. Der FPGA bildet die Funktionen der ursprünglichen Konsolentechnik nach, statt die Spiele über einen klassisches Emulationsprogramm auszuführen. Damit unterscheidet sich das Konzept beispielsweise von Hyperkins RetroN 5, der ebenfalls Originalmodule unterstützt, die Spiele aber per Software-Emulation wiedergibt.
An der eigentlichen Technik hat Analogue wenig angepasst. Die Neuheiten betreffen vor allem Handhabung und Anschlüsse. Bluetooth und 2,4-GHz-Funk sind jetzt direkt integriert, sodass sich kompatible kabellose Gamepads ohne zusätzlichen Dongle verbinden lassen. Die Anschlüsse für klassische kabelgebundene Controller bleiben erhalten.
Die Energieversorgung erfolgt nicht mehr über Micro-USB, sondern über USB-C. Neu ist außerdem ein USB-A-Anschluss, der zum Laden von Controllern oder zum Anschluss des separat erhältlichen Analogue DAC dient. Gewöhnliche USB-Controller lassen sich darüber nicht verwenden.
Auch beim Tausch der Spielmodule gibt es eine Neuerung: Bislang mussten die Konsolen dafür ausgeschaltet werden. Bei den Plus-Modellen genügt es, das laufende Spiel über das Optionsmenü zu beenden. Anschließend kann das Modul bei eingeschalteter Konsole ausgetauscht werden. Das Ein- und Ausschalten ist außerdem über einen angeschlossenen Controller möglich.
Abgerundet werden die Änderungen durch überarbeitete Gehäusekonstruktionen und eine angepasste Systemsoftware.
Bei der Bildausgabe Videoausgabe bleibt es bei Full HD mit 1.920 × 1.080 Pixeln über HDMI. Verschiedene Seitenverhältnisse und Scanline-Effekte lassen sich weiterhin einstellen. Eine 4K-Ausgabe wie beim Nintendo-64-Replikat Analogue 3D gibt es dagegen nicht. Auch Save States, Screenshots und Übertaktungsoptionen fehlen.
Spiele werden von den Originalmodulen geladen. Der SD-Steckplatz dient offiziell zur Aktualisierung von Firmware und Systemsoftware. Die Unterstützung für openFPGA, mit der sich beispielsweise auf dem Analogue Pocket weitere Konsolen nachbilden lassen, fehlt ebenfalls.