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Rückblick: OpenSSF-Datenbank erweitert GitHubs Malware-Warnungen
Mithilfe eines OpenSSF-Repositorys warnt GitHub seit Juli vor Malware in acht Paket-Ökosystemen. In einer Fallstudie zieht die OpenSSF jetzt Bilanz.
Ende Juli kündigte GitHub an, Daten aus dem Repository malicious-packages der OpenSSF (Open Source Security Foundation) in seine Advisory Database zu übernehmen. Sicherheitswarnungen gibt die Microsoft-Tochter seitdem für die acht Paket-Ökosysteme crates.io, Go, Maven, NuGet, npm, PHP Composer, PyPI und RubyGems aus – davor war das nur für npm-Pakete möglich. Jetzt zieht die OpenSSF ein Resümee: Mehr als 238.000 Meldungen über schädliche Pakete sind mittlerweile im OpenSSF-Repository gelandet.
Das im Jahr 2023 mit mehr als 15.000 Einträgen gestartete OpenSSF-Repository ist eine öffentliche, von der Community gepflegte Datenbank, die das Open-Source-Vulnerability-Format (OSV) verwendet. GitHub zählte schon beim Start zu den drei ursprünglichen Datenquellen, inzwischen stammen mehr als 28.000 Malware-Meldungen von GitHub, vermerkt die OpenSSF in ihrem Blogbeitrag zur Fallstudie. Genannt werden darin auch die weiteren Datenlieferanten für malicious-packages: das OpenSSF-eigene Projekt Package Analysis sowie Amazon Inspector, Checkmarx, Google und ReversingLabs.
Die eigenen Erkennungsmethoden auf acht Ökosysteme auszubauen, hätte Jahre gedauert, schätzte Ankit Kumar Honey, Senior Engineering Manager bei GitHub und Leiter des Dependabot-Teams im Bereich Supply Chain Security, wie es in der GitHub-Meldung vom August 2026 heißt. GitHub nutzte daher eine bereits verfügbare Quelle. „Unterdessen hat OpenSSF das Aggregationsproblem bereits für alle gelöst“, sagte Honey.
Für den Datenimport hat GitHub ein eigenes Importwerkzeug entwickelt. Es prüft Meldungen, vereinheitlicht Datensätze und verarbeitet zurückgezogene Advisories. Parallel dazu verhindert es einen doppelten Import GitHub-eigener Beiträge. Zu den Schutzmaßnahmen gehören Obergrenzen für Import-Batches, die Rückverfolgbarkeit bis zu den Upstream-Commits und die Möglichkeit, ganze Batches zurückzurollen.
Die Malware-Warnungen auf Opt-in-Basis lassen sich über Dependabot abrufen, den GitHub-Dienst zur Überwachung der Abhängigkeiten eines Projekts. Sie stehen in jedem Repository bereit, in dem Dependabot-Warnungen aktiviert sind, müssen dort aber zusätzlich eingeschaltet werden. Organisationen und Enterprises können sie gesammelt über Security Configurations ausrollen. Wer die Malware-Warnungen bereits aktiviert hat, bekommt die erweiterte Abdeckung automatisch.
In der GitHub Advisory Database lassen sich die Malware-Meldungen zudem mit dem Filter type:malware durchsuchen. Trägt ein internes Paket denselben Namen wie ein schädliches öffentliches Paket, kann es zu Fehlalarmen kommen. Sie lassen sich mit Auto-Triage-Regeln für Dependabot reduzieren. Allerdings verwirft die vorgefertigte Regel „Dismiss package malware alerts“, die standardmäßig deaktiviert ist, dann auch Warnungen zu Abhängigkeiten, die tatsächlich in allen Versionen schädlich sind.
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