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Xbox: Neue Strategie für Game Pass, Exklusivtitel und Abschied von KI-Spielereien
von Carsten Knobloch
20. Okt. 2026 |
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Neben den Hardware-Plänen um Project Helix räumt Xbox-Chefin Asha Sharma auch beim Software- und Service-Angebot kräftig auf. Nach den Turbulenzen der vergangenen Monate, in denen Microsoft tausende Stellen strich und Studios schloss, soll laut Bericht der Fokus wieder voll auf den Kern des Gamings gerichtet werden. Für Spieler bringt das einige wohl Kurskorrekturen bei Game Pass, Exklusivtiteln und nervigen Begleitfeatures mit sich.
Der Xbox Game Pass hat in seiner bisherigen Form ausgedient. Nachdem Microsoft die Preise im vergangenen Jahr drastisch angehoben hatte, verließen Millionen Abonnenten den Dienst. Sharma zog zwar bereits die Reißleine und senkte die Monatspreise wieder auf ein erträglicheres Niveau, künftig plant man aber einen grundlegenden Umbau hin zu einem flexiblen À-la-carte-Modell.
Statt eines starren Gesamtpakets sollen sich Gamer ihr Abo modular zusammenstellen können. Wer beispielsweise nur Multiplayer auf der Konsole braucht, wählt gezielt diesen Baustein. Cloud-Gaming oder reine Konsolentitel lassen sich dann flexibel dazubuchen. Auch über abgespeckte, günstigere Tarife ohne Day-One-Premieren oder gar werbefinanzierte Einstiegsstufen wird intern nachgedacht. Der pauschale Zugriff auf alle Blockbuster ab Tag eins, wie man es jahrelang gewohnt war, steht damit weiter auf dem Prüfstand. Keine Angst: Günstiger dürfte es letzten Endes vermutlich nicht werden, der Rubel muss ja rollen.
Auch bei den Spielen selbst vollzieht Microsoft eine Kehrtwende. In den vergangenen Jahren hatte die Veröffentlichung von Xbox-Titeln auf Konkurrenzplattformen wie der PlayStation zwar kurzfristig Geld eingespielt, gleichzeitig aber den Kaufanreiz für die eigene Hardware massiv beschädigt. Sharma räumte ein, dass man sich schlichtweg zu sehr verzettelt habe.
Künftig setzt Microsoft wieder verstärkt auf Exklusivität. Vorzeige-Projekte wie Gears of War: E-Day oder neue Teile der Halo-Reihe sollen wohl wieder primär das eigene Ökosystem stärken. Zwar wandern ausgewählte Titel weiterhin auf andere Plattformen, der Kern der Microsoft-Studios soll aber wieder exklusive Argumente für die Xbox-Hardware und den PC-Store liefern.
Eine erfreuliche Nachricht für alle, die vom allgemeinen KI-Hype im Gaming-Bereich genervt sind: Den geplanten AI Gaming Copilot für die Xbox-Oberfläche hat Sharma kurzerhand beerdigt. Die Konsole soll eine Spielmaschine bleiben und nicht mit ungefragten KI-Assistenten überladen werden.
Zwar experimentieren Entwickler weiterhin im Hintergrund mit KI-Techniken bei der Spieleentwicklung oder für lokales Upscaling, auf der Benutzeroberfläche der Konsole verzichtet Microsoft aber bewusst auf den nächsten Sprach- oder Textassistenten.
Unter dem Strich will Microsoft die Gaming-Sparte damit wieder verlässlicher und zugänglicher aufstellen. Ob das gelingt? Ich sage mal - wir sind ja in irgendeiner Form dabei und werden es erleben.
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