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Google geht gegen neue Maschen im Netz vor
von Benjamin Mamerow
20. Okt. 2026 |
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Google baut den erweiterten Schutz in Chrome mit drei neuen Funktionen aus. Nutzt man diese Sicherheitsstufe, erhält man im Vergleich zur Standardeinstellung laut Google einen zehnfachen Schutz vor Phishing und Social Engineering. Freischalten kann man das Ganze in den Chrome-Einstellungen unter dem Tab für Datenschutz und Sicherheit.
Eine Neuerung betrifft die bekannten Warnstufen beim Surfen. Bekannte Schadseiten lösen die rote Warnseite über das gesamte Browserfenster aus - kennt man ja bereits. Für komische Webseiten mit typischen Betrugsmustern führt Chrome nun aber noch einen neuen Hinweis in der Adressleiste ein. Tauchen solche verdächtigen Signale auf, blendet der Browser ein Schild-Symbol in der Omnibox ein. Ein Dialogfeld lässt euch die Wahl, die Seite freizugeben oder es eben zu lassen.
Die Betrugserkennung durch Gemini zieht vom lokalen Gerät in die Cloud um. Neben falschen Tech-Support-Seiten erkennt das Modell auf den Google-Servern gefälschte Virenscanner und untergeschobene Browser-Updates. Die KI prüft hierbei den Seiteninhalt auf die dargestellte Marke sowie die Absicht der Webseite und berechnet die Wahrscheinlichkeit einer Abzocke. Safe Browsing wirft diese Analyse mit dem Ruf der Domain und weiteren Sicherheitssignalen zusammen. Nach der Analyse verwirft Google alle Daten angeblich ohne Protokollierung und hält die Inhalte auch vom Training eigener KI-Modelle fern.
Die dritte Neuerung richtet sich gegen sogenannte ClickFix-Angriffe. Betrüger gaukeln auf einer Webseite ein technisches Problem vor und fordern euch auf, einen kopierten Befehl in die Kommandozeile des eigenen Rechners einzufügen. Der kopierte Code weicht in vielen Fällen vom sichtbaren Text auf dem Bildschirm ab. So was kapert dann gerne Systemwerkzeuge wie PowerShell oder die Eingabeaufforderung cmd.exe. Kopiert jemand im erweiterten Schutzmodus einen solchen verdächtigen Befehl, entfernt Chrome persönliche Daten aus der Zwischenablage und jagt das Skript durch die Analyse von Safe Browsing. Stuft das System den Code als Gefahr ein, ploppt im Browser eine Warnung auf.
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