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Multipass 1.17.0 unterstützt nicht mehr nur Ubuntu
Der „leichtgewichtige VM-Manager“ von Canonical fährt mit einem knackigen Befehl ein komplettes Ubuntu hoch. Die neue Version kann das endlich auch mit Debian und Fedora. Obendrauf gibt es Availability Zones und einen neuen HCS-Treiber für Windows.
Konnten ältere Multipass-Versionen ausschließlich eine virtuelle Maschine mit Ubuntu zünden, lockert Canonical jetzt diese Einschränkung: Mutlipass 1.17.0 unterstützt auch andere Linux-Distributionen, offiziell zählen derzeit Debian und Fedora dazu.
Die neue Version des VM-Managers arbeitet zudem unter Linux auf IBM Power- und Z-Systemen, also Rechnern mit den Architekturen „ppc64el“ und „s390x“. Weiterhin verfügbar bleibt Multipass für Windows und macOS, dort verwalten jedoch jetzt andere Systeme die eigentlichen virtuellen Maschinen. Unter macOS kommt Apples Virtualization Framework zum Einsatz. Damit starten die VMs nicht nur flotter, Multipass unterstützt auch ASIF Disk-Images unter macOS 26. Der entsprechende Treiber befindet sich allerdings noch in der Entwicklung, weshalb macOS-Anwender weiterhin VMs über QEMU oder VirtualBox starten lassen können – mit VirtualBox allerdings nur auf x86-Systemen.
Unter Windows jongliert Multipass 1.17.0 die VMs über die Host Compute System API (HCS). Gegenüber dem zuvor genutzten Hyper-V funktioniert diese Lösung auf sämtlichen Windows-Editionen – einschließlich Windows Home, dem Hyper-V fehlt. Zuvor mussten Anwender dort die VMs von VirtualBox verwalten lassen. Die Unterstützung für Hyper-V und VirtualBox ist gleichzeitig abgekündigt („deprecated“). Wer bislang Multipass über Hyper-V genutzt hat, kann seine VMs migrieren, für Anwender von VirtualBox besteht solch eine Möglichkeit nicht.
Unabhängig vom Betriebssystem kann Multipass die virtuellen Maschinen in benannte Zonen stecken. Jede dieser sogenannten Availability Zones besitzt ihr eigenes isoliertes Subnetz. Markiert man eine Zone als „disabled“, gelten alle Instanzen in dieser Zone als nicht mehr verfügbar. Auf diese Weise lässt sich mithilfe der Availability Zones auf einem lokalen System eine Cloud simulieren. Beim Update auf Multipass 1.17.0 landen alle bereits bestehenden virtuellen Maschinen in der Zone 1. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Die Availability Zones funktionieren nur dann, wenn Multipass die VMs mit QEMU verwaltet. Zur Verfügung stehen die Zonen zudem unter macOS mit dem Apple Virtualization Framework und unter Windows mit dem HCS.
Einige kleinere Änderungen betreffen vor allem bisherige Anwender. So entfallen die Blueprints und Appliances sowie die LXD- und libvirt-Treiber. Virtuelle Maschinen verschlingen mindestens 512 MByte Hauptspeicher und 1 GByte auf dem Datenträger. Des Weiteren haben die Entwickler die Exit-Codes angeglichen. Unter anderem ist die 255 für Fehler in Multipass selbst reserviert. Wer den VM-Manager in Shell-Skripten einsetzt, sollte daher die Release Notes genau studieren.
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