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Meta Platforms erhöht Ausgaben deutlich, aber verdreifacht Nettogewinn
Metas Umsatz und Nettogewinn steigen enorm, aber auch Ausgaben und Kosten. Die Nutzerzahlen nehmen zu, die Mitarbeiterzahl ab. Die Aktie zieht leicht an.
Im dritten Quartal dieses Jahres hat Meta Platforms den Umsatz erneut deutlich steigern können. Einer der Gründe ist mehr verkaufte Werbung zu höheren Preisen, zumal sich auch der Nutzerkreis leicht vergrößert. Allerdings steigen Ausgaben und Kosten, sodass der Betriebsgewinn schmaler ausfällt, obwohl der Facebook-Konzern bei den Mitarbeitern spart. Der Nettogewinn ist dagegen nahezu explodiert und hat sich mehr mehr als verdreifacht. Da auch der Ausblick positiv ausfällt, zieht der Aktienkurs etwas an.
Zwar konnte Meta den Umsatz im Ende September abgeschlossenen Vierteljahr im Jahresabstand um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden US-Dollar erhöhen und den Nettogewinn gleichzeitig sogar um 264 Prozent auf 9,86 Milliarden Dollar steigern. Der Betriebsgewinn fiel im Jahresvergleich allerdings um 37 Prozent auf knapp 13 Milliarden Dollar, denn der Datenkonzern hat 9,89 Milliarden Dollar aus einem Vergleich mit US-Justizministern verbucht.
Ende Juni hatte Meta einen Rechtsstreit gegen Milliardenzahlung beigelegt. Wegen suchterzeugenden Design von Facebook und Instagram verpflichtete sich der Konzern, bis zu 17,1 Milliarden US-Dollar an die klagenden Staaten und Organisationen zu zahlen. Da ein Großteil jetzt verbucht wurde, sank der Betriebsgewinn entsprechend. Ohne diesen Posten hätte das operative Ergebnis 22,9 Milliarden Dollar betragen, 11 Prozent mehr als im Vorjahr, als Meta Platforms mehr Werbung zu höheren Preisen zeigten.
Dieser Trend setzte sich auch dieses Jahr fort. Der Facebook-Konzern lieferte laut eigener Angaben 10 Prozent mehr Werbung als im Vorjahr auf seinen Plattformen aus, wobei der Durchschnittspreis pro Anzeige um 14 Prozent höher ausfiel. Gleichzeitig wurde die Belegschaft weiter reduziert. Die Zahl der Mitarbeiter sank gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf zuletzt 66.775 Angestellte, nachdem Meta im April jedem zehnten Mitarbeiter gekündigt hatte. Zudem wurden Tausende offene Stellen nicht mehr besetzt.
Der Konzern hatte dies mit Effizienzgewinnen und Ausgleich für Investitionen begründet. Diese fließen vornehmlich in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI). Hier waren für dieses Jahr 130 bis 145 Milliarden Dollar geplant, aber diese Spanne hat Meta-Finanzchefin Susan Li jetzt auf höhere 135 bis 145 Milliarden eingegrenzt. Das Ziel ist laut Meta-Chef Mark Zuckerberg eine „persönliche Superintelligenz für alle“.
Mit den dieses Jahr eingeführten KI-Modellen Muse und Muse Wonder will Zuckerberg weitere Meilensteine erreicht haben. Dies sind nicht die ersten digitalen Assistenten auf KI-Basis, aber durch die enorme Reichweite der Plattformen erreichen sie viele Menschen. So konnte Meta die Zahl der täglich aktiven Nutzer im September plattformübergreifend auf 3,64 Milliarden Personen steigern. Das entspricht einer moderaten Steigerung von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zuckerberg erklärte laut CNBC dazu, dass 10 Millionen Menschen in den USA und Kanada in den letzten anderthalb Monaten persönliche KI-Agenten mit Muse aufgesetzt hätten. Davon würden rund 25 Prozent den Agenten „an jedem beliebigen Tag“ nutzen. Haupteinsatzgebiet dieses KI-Agenten sei das Einkaufen. „Mehr als ein Viertel der Personen, die Muse nutzen, tätigen dabei Käufe mit einem durchschnittlichen Wert von über 200 Dollar“, so Zuckerberg.
Problemkind Metas blieben die Reality Labs. Bei einem Verlust von 4,13 Milliarden Dollar generierte der Geschäftsbereich für Virtual Reality und KI-Geräte lediglich Einnahmen von 443 Millionen Dollar. Immerhin ist das ein etwas besseres Resultat als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als die Sparte 4,43 Milliarden Dollar Verlust schrieb. Allerdings waren die Einnahmen damals mit 470 Millionen Dollar sogar etwas höher.
Die Verluste der Reality Labs sollen im Gesamtjahr 2026 aber etwas niedriger ausfallen als 2025 und nur noch 18 bis 19 Milliard