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EU-Automarkt: Elektroautos erreichen 22,7 Prozent Marktanteil, Verbrenner verlieren weiter
von Carsten Knobloch
22. Okt. 2026 |
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Der europäische Automarkt hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 zugelegt. Wie der europäische Herstellerverband ACEA aktuell mitteilt, stiegen die Neuzulassungen in der EU zwischen Januar und Ende September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf knapp 8,52 Millionen Fahrzeuge. Allein im September kletterten die Zulassungszahlen über alle Antriebsarten hinweg um 9,3 Prozent auf 971.048 Pkw.
Reine Elektroautos (BEV) sicherten sich in den ersten neun Monaten des Jahres einen EU-weiten Marktanteil von 22,7 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 16,1 Prozent. Insgesamt wurden 1.931.465 neue E-Autos zugelassen, was einem Zuwachs von fast der Hälfte entspricht.
Damit belegen reine Stromer aktuell den zweiten Platz bei den beliebtesten Antriebsarten. Besonders kräftig stiegen die Zahlen in Frankreich (+79,1 Prozent), Deutschland (+58,1 Prozent) und Dänemark (+40,3 Prozent), gefolgt von Belgien mit einem Plus von 15,7 Prozent.
Ungeschlagener Spitzenreiter bei den Neuzulassungen bleiben die klassischen Hybrid-Fahrzeuge (HEV). Sie kommen auf einen Marktanteil von 36,3 Prozent bei insgesamt 3.090.530 Einheiten. Zuwächse gab es hier unter anderem in Italien (+20,8 Prozent) und Spanien (+20,5 Prozent), während Deutschland (+4,9 Prozent) und Frankreich (+0,6 Prozent) moderater zulegten.
Plug-in-Hybride (PHEV, also die, die man auch aufladen kann, im Gegensatz zum Hybriden, der sich selbst lädt) brachten es auf 860.257 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 10,1 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent), getrieben von Zuwächsen in Italien (+72,4 Prozent), Spanien (+34,7 Prozent) und Deutschland (+13,7 Prozent).
Für reine Benziner und Dieselmodelle ging es im gleichen Zeitraum bergab. Der gemeinsame Marktanteil beider Antriebsarten fiel auf 28,2 Prozent, verglichen mit 36,9 Prozent im Vorjahreszeitraum. Benziner verzeichneten ein Minus von 19,1 Prozent auf 1.802.078 Fahrzeuge, womit der Marktanteil von 27,7 Prozent auf 21,2 Prozent schrumpfte.
Vor allem in Frankreich brachen die Benziner-Zulassungen um 36,1 Prozent ein, in Deutschland lag das Minus bei 22,7 Prozent, in Spanien bei 19 Prozent und in Italien bei 16,4 Prozent. Auch Diesel-Pkw verloren 19,5 Prozent und machen nur noch 7,1 Prozent des Gesamtmarkts aus (Vorjahr: 9,3 Prozent).
Und die Hersteller? Volkswagen inklusive Porsche trat mit rund 2,23 Millionen Neuzulassungen von Januar bis September nahezu auf der Stelle. Deutlich zulegen konnten hingegen reine E-Auto-Anbieter: BYD steigerte seine Neuzulassungen um 150 Prozent auf 206.002 Fahrzeuge, während Tesla um 70 Prozent auf 188.035 Autos wuchs. Bei den deutschen Herstellern verbuchte BMW ein Plus von 4,6 Prozent und Mercedes-Benz einen Zuwachs von 3,6 Prozent.
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