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Airbnb: Neue Vorgabe erfreut Gäste und verärgert Hosts
von André Westphal
22. Okt. 2026 |
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Airbnb führt eine neue Vorgabe ein, die zwar bei Gästen auf Zustimmung stößt, bei Hosts aber in der Kritik steht. Dabei geht es darum, wie Gäste eine gemietete Unterkunft hinterlassen müssen bzw. was sie vor dem Auschecken erledigen sollen. Da gab es nämlich eine aus meiner Sicht durchaus berechtigte Kritik von Gästen: Einerseits müssen sie beim Mieten einer Unterkunft auch eine "Cleaning Fee" zahlen, also eine Gebühr fürs anschließende Reinigen, andererseits verlangen Gastgeber oft, dass sie zusätzlich auch selbst gewisse Putzarbeiten erledigen.
Genau letzteres schränkt Airbnb jetzt in seinen Vorgaben ein. Als Erinnerung: Airbnb ist eine Plattform, die da als Mittelsmann fungiert. Airbnb stellt die digitale Infrastruktur bereit, über welche die Gastgeber ihre Zimmer, Wohnungen oder Häuser zur kurzfristigen Vermietung anbieten können. Dafür kassiert man natürlich Gebühren. Gastgeber vermieten dann ihre Unterkünfte zu selbst gewählten Preisen. Teil dieser Kosten ist dann für Gäste eben auch besagte Reinigungsgebühr. Da ist verständlich, dass manche Gäste unzufrieden sind, wenn sie für die Reinigung vorab einen Betrag hinlegen, dann aber auch noch vom Host den Auftrag erhalten, selbst zu putzen.
Da greift Airbnb jetzt zentral ein. Konkret dürfen Gastgeber folgendes ausdrücklich nicht mehr verlangen:
Ich selbst habe Airbnb schon einige Male genutzt. Abwaschen und Geschirr verstauen habe ich dabei immer als selbstverständlich empfunden und auch den Müll habe ich üblicherweise rausgebracht, insofern ein Container zugänglich gewesen ist. Das empfand ich bei privater Vermietung als in Ordnung. Es gab dabei nie einen Host, der vorausgesetzt hätte, dass ich die Betten abziehe oder die Waschmaschine starte, aber offenbar kann das anders laufen.
Die neuen Richtlinien greifen dabei für Reservierungen, die ab dem 20. November 2026 vorgenommen werden. Während Gäste in sozialen Medien bereits eindeutig einen Daumen nach oben geben, sind einige Hosts verärgert. Sie unterstellen, dass Airbnb private Gastgeber damit wie Hotels behandle. Doch Airbnb habe sich bisher durch einen gewissen Community-Gedanken davon abgegrenzt. Es sollte schon zu erwarten sein, dass Gäste ihr schmutziges Geschirr abwaschen oder in den Geschirrspüler packen.
Was ich mir als wahrscheinlichste Folge vorstellen kann: Viele Hosts dürften mögliche Mehrarbeit für sich einkalkulieren und wohl die Preise erhöhen.
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