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EA stellt ein unangekündigtes „Die Sims“-Projekt ein und verkleinert das „Skate“-Team
Electronic Arts zieht nach der Mega-Übernahme drastische Konsequenzen. Neben dem BioWare-Aus fallen zahlreiche Jobs, auch Skate-Entwickler müssen gehen.
Bei Electronic Arts überschlagen sich die Ereignisse: EA macht nicht nur BioWare dicht und streicht das nächste Mass Effect, sondern kündigt auch drastische Sparmaßnahmen an. Dazu gehören der Abbau von 400 Stellen im gesamten Konzern, die Pause für ein Sims-Projekt sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen Respawn und DICE.
In einer Rundmail an die Belegschaft, die später auch online ging, bedankten sich CEO David Tinson und CSO Cam Weber zunächst bei den Teams – bevor sie die anstehende Entlassungswelle ankündigten.
„Wir sind heute der führende Publisher im westlichen HD-Gaming“, schrieb das Führungssuo. „Das ist eine hervorragende Ausgangslage, auf die wir stolz sein können. Unsere Branche verändert sich jedoch rasant. Spieler haben mehr Auswahl denn je für ihre Zeit und Aufmerksamkeit. Der Wettbewerb verschärft sich, und einige unserer größten Wachstumschancen liegen außerhalb der Märkte, Plattformen und Geschäftsmodelle, auf denen EA traditionell stark war.“
Der Public Investment Fund (PIF) ist der Staatsfonds Saudi-Arabiens. Er investiert seit Jahren massiv in die globale Gaming-Industrie und hält unter anderem Anteile an Nintendo und Take-Two. Im Sommer 2026 übernahm das Konsortium Electronic Arts komplett für 55 Milliarden US-Dollar.
Anschließend stellten die Manager einige Anpassungen im Spiele-Portfolio vor. Ganz oben steht das Aus für BioWare, dem legendären Rollenspiel-Schwergewicht hinter Klassikern wie Mass Effect und Dragon Age. Laut Bloomberg fallen den Kürzungen rund 400 Arbeitsplätze zum Opfer, etwa 50 davon direkt bei BioWare.
Bei The Sims setzt EA künftig auf „Project Evergreen“. Dem Team wolle man mehr Zeit geben, um das volle Potenzial und die Vision des Titels zu entfalten. Dafür wird die Entwicklung eines weiteren Sims-Projekts mit dem Namen „Project Lotus“ vorerst gestoppt. Das Early-Access-Reboot von Skate (skate.) lief zwar laut EA sehr erfolgreich, dennoch schrumpft das Studio durch eine Umstrukturierung zu einem kleineren, fokussierteren Team.
Das Marvel-Spiel Iron Man (zu dem kürzlich Gameplay geleakt ist) und ein drittes Star Wars Jedi bleiben unangetastet. Großbudgetierte Action-Adventures werden bei EA künftig jedoch seltener: „Darüber hinaus konzentrieren wir uns auf weniger gleichzeitig laufende Großprojekte. So stellen wir sicher, dass jedes Spiel in diesem Segment optimal auf den Erfolg vorbereitet ist.“
Außerdem bekräftigte EA nach dem Erfolg von Battlefield 6 das Festhalten an Apex Legends und der Battlefield-Reihe. Damit nicht genug: „Wir bringen unsere Studios Respawn und DICE zusammen, damit sie gemeinsam an einem neuen Projekt arbeiten.“ Gerüchte über einen Nachfolger zu Star Wars: Battlefront machten diese Woche bereits die Runde, konkrete Details nennt EA allerdings noch nicht.
Schließlich bleibt EA Sports das Goldesel-Aushängeschild des Publishers. Die Führungsriege betonte, dass man weiterhin voll auf FC und die restlichen Sportsimulationen setzt. Zusätzlich stehen zwei neue Projekte für die nächsten Monate an: die Rückkehr von Fight Night sowie eine neuartige, auf Social-Features ausgerichtete Open-World-Erfahrung für American-Football-Fans unter dem Arbeitstitel „Project Gridiron“.