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Open Source in der Verwaltung: Die Gewinner stehen fest
Der Open-Source-Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung ist entschieden. XMAS, F13, KoliBri und BaKIM gewinnen Hauptpreise.
(Bild: Open Source Business Alliance (OSBA) – Bundesverband für digitale Souveränität e.V.)
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Der Open-Source-Wettbewerb für die öffentliche Verwaltung ist entschieden. Die Jury zeichnete XMAS aus Hamburg, den KI-Assistenten F13 aus Baden-Württemberg, die Komponentenbibliothek KoliBri des Bundes und das Bamberger Projekt BaKIM aus. Hinzu kommen ein Publikumspreis für die Stadt Halle (Saale) und ein Sonderpreis für Digitalstaatssekretär Markus Richter. Zwölf Finalisten hatten ihre Projekte zuvor auf der Smart Country Convention in Berlin vorgestellt.
Die Open Source Business Alliance (OSBA) veranstaltet den Wettbewerb seit 2025 für Behörden und öffentliche Institutionen, die quelloffene Software einsetzen oder gemeinsam weiterentwickeln. Das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) begleitet ihn als ideeller Träger. In der zweiten Ausgabe gab es erstmals eine Kategorie für künstliche Intelligenz. Nach Angaben der OSBA gingen diesmal 65 Projekte ein; beim Community-Voting wurden mehr als 6000 Stimmen abgegeben.
In der Kategorie Fachverfahren gewann der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Hamburg mit XMAS. Das Werkzeug dient dazu, Bebauungspläne und kommunale Wärmepläne in standardisierten digitalen Formaten zu erfassen und zu prüfen. Kommunen und Planungsbüros sollen es ohne kommerzielle Spezialsoftware nutzen können.
Den Preis für interne Verwaltungsanwendungen erhielt das InnoLab_bw des Staatsministeriums Baden-Württemberg für F13. Der KI-Assistent unterstützt Beschäftigte beim Umgang mit Texten und Dokumenten. Behörden können eigene Funktionen beisteuern; das Saarland hat etwa eine Funktion zur Verschriftlichung von Gesprächen ergänzt. In der Kategorie Transformation setzte sich KoliBri vom Informationstechnikzentrum Bund durch. Die Bibliothek liefert geprüfte Bausteine für barrierefreie Websites und Online-Dienste, darunter Schaltflächen, Formulare und Menüs. Behörden können die Komponenten über Themes an ihr eigenes Corporate Design anpassen.
Die erstmals vergebene Auszeichnung für künstliche Intelligenz ging an die Stadt Bamberg. Ihr Projekt BaKIM analysiert Drohnenaufnahmen, bestimmt Baumarten und soll geschwächte Bäume frühzeitig erkennbar machen. Seit April 2026 können auch andere Kommunen eigene Aufnahmen über eine Webanwendung auswerten lassen. Software, Modelle und Trainingsdaten sind laut OSBA frei nutzbar.
Den Community Award gewann Halle (Saale) mit HAL-Plan. Auf das Projekt entfielen 349 der mehr als 6000 Stimmen; der Publikumspreis wurde bereits am 13. Oktober verliehen. Den Sonderpreis Strategie & Leadership erhielt Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Die Jury würdigte damit insbesondere die Arbeit des Ministeriums an Rahmenbedingungen für Open Source in der Verwaltung.
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