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Smart-Meter: vzbv fordert pauschalen Schadensersatz bei langen Wartezeiten
von Carsten Knobloch
22. Okt. 2026 |
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Eigentlich sollen intelligente Messsysteme Haushalten dabei helfen, den eigenen Stromverbrauch im Blick zu behalten und von dynamischen Tarifen zu profitieren. Die Realität beim Ausbau hinkt den Versprechen aber hinterher, wie eine aktuelle Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) unter 937 Haushalten mit eingebautem Gerät zeigen soll.
Das Problem: Der Zähler hängt zwar im Kasten, verrichtet seinen Dienst aber schlichtweg nicht. Rund 16 Prozent der befragten Haushalte können ihren bereits installierten Smart-Meter noch gar nicht nutzen. Bei denen, die mittlerweile Daten empfangen, war oft reichlich Geduld gefragt. Knapp 29 Prozent mussten länger als vier Monate auf die Inbetriebnahme warten, bei etwa 13 Prozent dauerte es sogar über ein ganzes Jahr.
Voll nutzbar ist so ein System erst, wenn die Kommunikationseinheit (das Smart-Meter-Gateway) die tatsächlichen Verbräuche in 15-Minuten-Intervallen automatisch an Netzbetreiber und Stromversorger übermittelt. Passiert das monatelang nicht, haben Verbraucher das Nachsehen. Sie können weder von günstigen Stromtarifen profitieren noch ihren Verbrauch transparent nachvollziehen, obwohl die Hardware bereits im Haus montiert ist.
Der vzbv fordert deshalb einen gesetzlichen, pauschalen Schadensersatzanspruch für alle Haushalte, deren Smart-Meter nach dem Einbau nicht oder nur eingeschränkt funktioniert. Das soll betroffene Kunden unkompliziert entschädigen und gleichzeitig den Druck auf Messstellen- und Netzbetreiber erhöhen, die Geräte nach der Montage zügig in Betrieb zu nehmen.
Wie schaut es bei euch aus, habt ihr schon ein intelligentes Messsystem im Zählerkasten und lief die Freischaltung glatt? Bei mir klappte das ganz gut, wobei ich die Vattenfall-Auswertung richtig schlimm finde.
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