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Final Fantasy 14, Umamusume und mehr: PHP-Sicherheitslücke erzwingt weltweite Serverausfälle
Experten rieten zur Abschaltung bis zum Hotfix. Bei Final Fantasy 14 laufen Logins wieder, während Alderon Games Path of Titans vorsorglich herunterfuhr.
Gleich mehrere Spiele – darunter Final Fantasy 14 und Umamusume: Pretty Derby – kämpfen aktuell mit Serverausfällen und technischen Problemen. Der Grund: Anfang dieser Woche wurde eine gravierende Sicherheitslücke in PHP entdeckt.
Die Schwachstelle bedroht potenziell unzählige Webseiten und Anwendungen, die auf der Programmiersprache PHP basieren, mit schwerwiegenden Sicherheitslecks. Experten rieten daher dazu, betroffene Online-Dienste vorübergehend abzuschalten, bis Entwickler einen entsprechenden Hotfix bereitstellen und einspielen können. Davon blieben zwangsläufig auch diverse Games nicht verschont.
Als Producer und Director übernahm Naoki Yoshida ("Yoshi-P") das strauchelnde Final Fantasy 14 und führte es mit A Realm Reborn (2013) zum Triumph. Seine Nähe zur Community prägte die Reihe.
In einem offiziellen Beitrag auf dem Lodestone-Portal zu Final Fantasy 14 informierten die Verantwortlichen die Community darüber, dass sie Sicherheits-"Verbesserungen" an den Patch-Servern des MMOs vornehmen. Aus diesem Grund sperrten sie vorübergehend neue Logins, bis alle Updates abgeschlossen waren. Inzwischen funktionieren die Logins zwar wieder, die serverbasierte Backup-Funktion für Spieler-Speicherstände bleibt jedoch weiterhin offline.
Das Pferderennen-Gacha Umamusume: Pretty Derby ging unterdessen komplett vom Netz. Da die Server-Infrastruktur auf PHP aufbaut, zog das Studio kurzfristig die Notbremse für Wartungsarbeiten. Die Entwickler versicherten den Spielern jedoch, dass Angreifer die Sicherheitslücke zu keinem Zeitpunkt ausnutzen konnten. Mittlerweile laufen die japanischen und weltweiten Server wieder – und alle Spieler erhalten als Entschuldigung ein Paket mit In-Game-Währung.
Path of Titans, ein Dino-MMO in der Beta-Phase (was nebenbei bemerkt ziemlich genial klingt), bleibt zum Zeitpunkt dieser Meldung weiterhin unerreichbar. In einer Meldung auf dem offiziellen X-Kanal erklärte Entwickler Alderon Games, man habe das MMO samt Webseite als reine Vorsichtsmaßnahme für bis zu drei Tage heruntergefahren. Auch hier gab das Studio Entwarnung: Spieldaten wurden keine kompromittiert.
Es bleibt zu hoffen, dass das Gröbste überstanden ist, sobald der Fix flächendeckend greift. Doch selbst wenn: Dass so viele Dienste rund um den Globus – weit über die Spielebranche hinaus – eiligst reagieren mussten, um die Daten ihrer Systeme und Nutzer abzusichern, zeigt den Ernst der Lage. Schenkt den fleißigen Tech- und Server-Teams da draußen ruhig einen Moment der Anerkennung: Sie dürften die letzten Nächte durchgearbeitet haben, um das Problem aus der Welt zu schaffen.