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Ringen um Sparkurs bei Autobauer Volkswagen geht weiter
Stellenabbau, Sparrunden und drohende Werkschließungen: Die Stimmung bei Volkswagen ist aufgeheizt, die Gewerkschaft IG Metall droht mit Streiks ab Januar. Heute spricht die Konzernspitze mit der IG Metall. Worum es bei dem Krisentreffen geht.
In dem heutigen Gespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern von IG Metall, Betriebsrat und VW-Management geht es um eine Überprüfung des Zukunftstarifvertrags 2024. Die Arbeitnehmer hatten die Gespräche Mitte September verlangt, um Klarheit über die neuen Sparbeschlüsse des VW-Aufsichtsrats zu bekommen.
Immerhin hatte VW vor knapp zwei Jahren versprochen, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen, keine Werkschließungen sowie Investitionen und neue Produkte für deutsche Standorte geben werde. Bezahlt haben die Beschäftigten mit gekürzten Boni und Zulagen, ausgesetzten Entgelterhöhungen und dem Abbau von 35.000 Jobs. Nun steht die Frage im Raum, ob und wie VW die Zusagen aus dem hart erkämpften Abschluss einhält. Auch das Management hatte ein Gespräch beantragt, um darzulegen, weshalb die damals vereinbarten Einsparungen nicht mehr ausreichen.
In einem ersten Gespräch, das bereits Ende September stattgefunden hat, hat VW nach Gewerkschaftsangaben erhebliche Zweifel daran angemeldet, die im Abschluss von 2024 vereinbarten Investitionen in neue Modelle und Werke wie zugesagt umsetzen zu können. Niedersachsens IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger sagte danach, man sei enttäuscht und wütend. Die Gewerkschaft erwartet nun Antworten auf einen Fragenkatalog.
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Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat sich angesichts der Probleme in der Autoindustrie Anfang September auf einen Zukunftsplan 2030 geeinigt. Dieser soll VW deutlich profitabler machen. Das Management hat seitdem ein Mandat, den Konzern umzubauen und Milliarden einzusparen. Das Ziel: Bis 2030 sollen von 100 Euro Umsatz neun Euro operativer Gewinn bleiben. Zuletzt waren es 3,80 Euro.
Weltweit will der Vorstand in den nächsten Jahren unter anderem 50.000 Jobs streichen - zusätzlich zu bisherigen Abbauprogrammen. Die Marken sollen das ausplanen. Die Hälfte könnte auf Deutschland entfallen. Darüber hinaus ist die Zukunft der VW-Werke in Emden, Hannover und Zwickau sowie des Audi-Standorts Neckarsulm über die Jahre 2031 bis 2034 hinaus offen.
Hinzu kommt, dass Ende September zehn Tarifverträge zum 31. Dezember 2026 vollständig oder zum Teil gekündigt wurden - darunter der Manteltarifvertrag, der unter anderem Arbeitszeit und Urlaub umfasst. Andere Verträge regeln beispielsweise die Eingruppierung in Entgeltgruppen sowie Zulagen. Nicht sämtliche darin enthaltene Regelungen fallen aber unmittelbar weg. Konkret betroffen sind die Beschäftigten der Volkswagen AG in Deutschland, der Haustarif gilt für rund 130.000 Menschen.
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VW will seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und Kosten senken. Aus Sicht des Unternehmens seien verschiedene Regelungen in den Verträgen mit Blick auf den aktuellen Kostendruck anzupassen, hieß es. Das wirtschaftliche Umfeld hat sich laut dem Personalvorstand der Kernmarke VW, Arne Meiswinkel, für die Branche und damit auch für VW gravierend verschärft.