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AV2: YouTube will den Videocodec der nächsten Generation ab Anfang 2027 nutzen
von André Westphal
23. Okt. 2026 |
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Die Alliance for Open Media (AOMedia) gibt bekannt, dass die Adoption des Next-Generation-Videocodecs AV2 "rapide" voranschreite. Bereits vier Monate nach Veröffentlichung sei eine deutliche Bewegung am Markt zu erkennen. Streaming-Anbieter prüfen beispielsweise bereits die Implementierung oder bereiten sie schon aktiv vor.
Die AOMedia ist ein Branchenverband, dem beispielsweise Amazon, Apple, Google, Intel, Microsoft, Netflix oder auch Samsung angehören. Gemeinsam hat man auch schon den Codec AV1 aus der Taufe gehoben. Als Vorteile, sowohl von AV1 als auch AV2, preist man dabei nicht nur an, dass keine Lizenzgebühren anfallen, sondern auch die hohe Effizienz bei der Kompression. Ziel ist es jetzt natürlich, AV1 langfristig durch AV2 abzulösen. Das ist jedoch ein langwieriger Prozess.
Beispielsweise hat es auch Jahre gedauert, bis sich AV1 in der Praxis durchsetzen konnte. Und selbst jetzt unterstützen längst nicht alle Smart-TVs und Streaming-Player den Codec. Die Mitglieder der AOMedia Members wollen AV2 in Browsern, Streaming-Diensten, Tools für Videokonferenzen und mehr verankern. Die Kompression ist rund 30 % effizienter als noch bei AV1. Zudem sind neue Features eingebunden, etwa für Multi-Stream-Videos, höhere Bildwiederholraten oder eine verbesserte HDR-Darstellung.
Viele Partner bekräftigen dabei jedoch in der offiziellen Mitteilung eher vage ihre Unterstützung von AV2. Man hört zwar viel Lob bzw. Selbstlob, aber nichts zu konkreten Plänen. Eine Ausnahme ist tatsächlich YouTube. Die Videoplattform von Google gibt an, die Webversion wahrscheinlich schon ab Anfang 2027 mit AV2 zu bestücken. Das klingt interessant, wobei das ohne kompatible Abspielgeräte wohl erstmal nur einer kleinen Gruppe weiterhelfen wird.
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