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Etsy verschärft die Regeln für KI in Angeboten
von Oliver Posselt
23. Okt. 2026 |
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Etsy ist ein Marktplatz für Handgemachtes, Vintage und digitale Vorlagen. Wer dort verkauft, muss künftig belegen, dass das Produkt tatsächlich existiert, und zwar mit einem echten Foto. Konkret verlangt die Plattform mindestens ein unbearbeitetes Foto des tatsächlichen Artikels vor einem realen Hintergrund. Alle Bilder müssen das zeigen, was der Käufer am Ende in der Hand hält. Das ist aktuell nicht so, wie folgendes Beispiel zeigt.
Weitere Fotos dürfen mit Software oder KI-Tools bearbeitet werden, solange das Ergebnis eine korrekte Darstellung des physischen Produkts bleibt. Laut Etsy sagen viele aktive Käufer, sie könnten nicht erkennen, welche Angebote KI-Inhalte enthalten. Verkäufer wiederum störten sich daran, neben irreführenden Angeboten zu stehen. Beim Hochladen prüft Etsy, ob ein Bild möglicherweise KI-generiert ist. Dann erscheint ein Hinweis, in dem der Verkäufer angeben muss, ob KI im Spiel war. Meldet ein Käufer, der gelieferte Artikel weiche wesentlich von der Beschreibung ab, kann der Verkäufer für eine Rückerstattung haftbar sein.
Für Anleitungen, Schnittmuster und Rezepte gilt ebenfalls zukünftig, dass die Inhalte eigene Arbeit sein müssen, nicht von der KI erzeugt. Angebote, die Bots erstellen, sind nicht mehr erlaubt. KI-Kunst bleibt möglich, aber nur mit klarem Hinweis. Dieses Regelwerk würde auch anderen Plattformen guttun. Ein witziges Beispiel dazu: Ein Nachbar von uns wollte letztens sein verwildertes Grundstück verkaufen und hat die Bilder auf Kleinanzeigen mal eben mit KI komplett aufgehübscht.
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